| 00.00 Uhr

Vennhausen
Vennhausen braucht einen neuen Supermarkt

Vennhausen. Nach der Schließung von Kaisers ist der Frust im Stadtteil groß. Doch es soll bereits Verhandlungen mit einem Neumieter geben. Von Torsten Thissen

Ein bisschen ratlos ist Petra Reidt-Schmidt schon. "Wir als Politik haben nur begrenzte Möglichkeiten in das Geschäftsleben einzugreifen", sagt die SPD-Frau und doch hat sie in den vergangenen Wochen, seit der Schließung der Kaisers-Filiale in Vennhausen und eigentlich schon davor "als das Gerücht umging", versucht, mit einem eventuellen Neumieter Kontakt zu knüpfen. Ob das Engagement etwas gebracht hat? Wer weiß, auf jeden Fall soll es nach gescheiterten Verhandlungen mit Supermarkt-Betreibern nun einen geben, der ernsthaft in Erwägung zieht, die Lücke zu schließen, die der Weggang der Kaisers-Filiale im Stadtteil hinterlassen hat. Nach Informationen der Rheinischen Post laufen die Verhandlungen mit Rewe gut, auch weil der Eigentümer der Immobilie durchaus bereit ist, in den Standort zu investieren, wenn sich denn ein solventer Mieter findet. "Im Moment ist da noch nichts in trockenen Tüchern", hält man sich auf Eigentümerseite zwar bedeckt, doch guten Willens seien alle Beteiligten.

Für die Menschen in Vennhause wäre es eine Erleichterung, käme ein neuer Nahversorger in die Liegenschaft an der Vennhauser Allee. Nicht nur, aber besonders ältere Menschen und solche, die nicht so gut zu Fuß sind, wünschen sich sehnlichst, dass es hier weitergeht. Auch die Wohlfahrtsverbände im Stadtteil sehen dringenden Bedarf.

An den Gerüchten, dass eine Mieterhöhung der Grund für den Kaisers-Weggang war, ist offenbar aber nichts dran. "Der Grund für die Schließung war keine Mieterhöhung", sagte ein Mitarbeiter von Kaisers der Rheinischen Post, stattdessen passe der Markt nicht in die strategische Ausrichtung der Geschäftsführung.

Immerhin können die Menschen in Vennhausen sich über einen neuen Bäcker freuen. So wird bereits Personal gesucht, um in der ehemaligen Metzgerei eine Bäckerei zu bewirtschaften. In einem anderen Gebäude soll sogar ein lang gehegter Wunsch von Petra Reidt-Schmidt nun in Erfüllung gehen: In dem Ladenlokal Vennhauser Allee/ Ecke Lasalle Straße, das seit einem Brand leer steht, soll nach Informationen der Rheinischen Post ein Drogeriemarkt kommen.

Hier gibt es bereits Entwürfe eines Architekten, allerdings sind die Verträge wohl noch nicht abgeschlossen. Von Eigentümerseite ist auch hierzu nichts zu erfahren. Dazu ist es wohl noch zu früh.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Vennhausen: Vennhausen braucht einen neuen Supermarkt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.