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Volmerswerth/Flehe
"Jetzt wird der Aachener Platz gemacht"

Volmerswerth/Flehe: "Jetzt wird der Aachener Platz gemacht"
Erika Worbs (SPD) fackelt nicht lange und liest dem OB die Chronik zum Aachener Platz noch an der Haltestelle vor. FOTO: andreas endermann
Volmerswerth/Flehe. Nach dem Rundgang durch die Stadtteile Volmerswerth und Flehe stellte sich Oberbürgermeister Thomas Geisel den Fragen der Anwohner. Wichtige Themen waren Verkehr, Wohnen und Kinderbetreuung. Von Nicole Kampe

Zehn Minuten ist der Oberbürgermeister zu spät, eine Straßenbahn hat er wohl verpasst. Am Treffpunkt "Aachener Platz" wird Thomas Geisel dann auch gleich auf das große Sorgenkind im Bezirk hingewiesen, der Aachener Platz ist schon seit 2001 Thema in der Stadtteilpolitik. Erika Worbs (SPD), die sich bestens auskennt in Volmerswerth und Flehe, fackelt nicht lange und liest die Chronik zum Aachener Platz von einem Spickzettel ab, zu viel ist schon geplant und versprochen worden, als dass sie alle Eckdaten noch auswendig kennt.

Eine der ersten Fragen der Bürger beim 24. OB-Dialog dreht sich dann auch um den Platz, der viele Anwohner umtreibt. "Da machen wir jetzt mal Schluss, jetzt wird der Platz gemacht, wir können die Leute nicht immer hinhalten", sagt Geisel. Das, was versprochen und nicht umgesetzt wurde, soll jetzt in den Haushaltsplan aufgenommen werden, "der Platz hat deutlich ausbaufähige Aufenthaltsqualität", sagt der Rathaus-Chef.

Doch nicht nur am Aachener Platz beschäftigt die Bürger der Verkehr, viele Fleher und Volmerswerther sind zur Fleher Straße gekommen. "Wir leiden unter dem Schwerlastverkehr", sagt ein Mann, zu viele Großbetriebe gebe es hier inzwischen, "die Transporter fahren ständig über den Aderkirchweg, um nach Hamm, Volmerswerth und Flehe zu kommen". Dringend müsse die Südbrücke saniert werden, der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss sei auf dem Weg, sagt Geisel. 18 Monate wird der Umbau dauern, im dritten Quartal soll es losgehen.

Raser auf der Fleher Straße vor der Grundschule, der jeden Samstag wiederkehrende Trödelmarkt, der zu viele Falschparker anzieht, der Lärmschutz entlang der Fleher Brücke und die Verbesserung der Rasenfläche beim Sportverein Tusa 06 waren ebenfalls Themen, die den Bürgern gestern Abend auf der Seele brannten. Genauso wie das Radfahren und die Luftqualität. Nach wie vor seien zu viele Autos unterwegs.

Erhalt und Schutz der Freiflächen als Frischtluft-Schneisen und zur Erholung wünschen sich die Volmerswerther und Fleher, "es kann nicht unser Bestreben sein, dass wir alles zupflastern", sagt auch Geisel. "Wenn wir der Nachfrage nach Wohnraum in Düsseldorf aber kein Angebot entgegensetzen, werden sich wegen der steigenden Preise nur noch Reiche das Leben in der Stadt leisten, meint Geisel. Dass immer mehr Familien mit Kindern nach Volmerswerth und Flehe ziehen, weiß das Stadtoberhaupt. Zwar bemüht sich die Stadt, die Betreuungsplätze weiter auszubauen, eine Mutter aber fürchtet, dass sie zum Sommer ihren Beruf aufgeben oder zumindest unterbrechen muss, weil es keinen Ü3-Platz im Stadtbezirk gebe für ihr Kind. Eine Karte bekommt sie von Geisels Büroleiter Jochen Wirtz zugesteckt, auf dem kurzen Dienstweg soll geholfen werden, Geisel witzelt: "Notfalls betreust du die Kinder in deinem Büro Jochen."

Quelle: RP
 
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