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Wersten
Abschied von Pfarrerin Kirstin Wolandt

Wersten: Abschied von Pfarrerin Kirstin Wolandt
Pfarrerin Kirsten Wolandt (l.) zieht zu ihrem letzten Gottesdienst in die Stephanuskirche in Wersten ein. FOTO: Günter von Ameln
Wersten. Bevor sie für jetzt sechs Jahre in den Iran zieht, feierte die evangelische Pfarrerin Kirsten Wolandt in Wersten einen Abschiedsgottesdienst mit ihrer Gemeinde. Von Simona Meier

Sie wagt mit ihrem Mann Matthias den Neuanfang und mit ihrer Gemeinde im letzten Gottesdienst auch noch ein neues Lied. Dass man im Weggehen immer noch etwas Neues lernen kann, sagt sie und hat deshalb zu ihrer Verabschiedung in der Stephanuskirche das Lied "Aufstehen, ,losgehen, Schritte wagen" gewählt. Kennengelernt hat sie es bei einem Treffen für Pfarrer, die jetzt ins Ausland entsandt werden. Tatkräftig unterstützen zwei Chöre die Gemeinde bei diesem neuen Stück, das auch gleich die Stimmung widerspiegelt, nach neuen Zielen zu fragen.

In Kürze soll es für Kirsten Wolandt losgehen. "Wenn wir unser Visum bekommen, sitzen wir in einer Woche im Flieger", sagt sie der Gemeinde. Es sei eine gute Übung, dass ihr Abschiedsgottesdienst am Freitag stattfindet. "Das wird in meiner neuen Gemeinde auch so sein", sagt sie.

Wolandt übernimmt die Leitung der deutschen, evangelischen Gemeinde in Teheran. Dort werden die Gottesdienste dann immer freitags abgehalten. Zweimal im Monat gibt es außerdem einen englischsprachigen Gottesdienst. Die Gemeinde, für die sie demnächst zuständig ist, existiert seit 1957. Seitdem entsendet die Evangelische Kirche in Deutschland ihre Pfarrer dorthin. In ihrer Gemeinde in Wersten sind die Aufgaben jetzt beendet. Kreissynodalvorstand Pfarrerin Barbara Schwahn verabschiedet und entpflichtet Kirsten Wolandt bei ihrem letzten Gottesdienst in Deutschland. Musikalisch begleiteten die Kantorei der Stephanuskirche, unter Leitung von Markus Maczewski, und das Collegium Cantorum Köln, unter Leitung von Thomas Gehardt, den Gottesdienst. "Sprich ja zu meinen Taten" von Johann Sebastian Bach bildete den stimmungsvollen Abschlussrahmen, bevor die Gemeindemitglieder sich bei einem Empfang im Stephanushaus von ihrer Pfarrerin persönlich verabschiedeten.

Für Kirsten Wolandt ist die neue Aufgabe eine Herausforderung. Aber sie kommt in kein unbekanntes Terrain. Sie kennt den Iran seit einer Urlaubsreise im Jahr 2009. Anfang des Jahres besuchte sie ihr neues Arbeitsumfeld erneut. Jetzt wird in Teheran für einige Jahre ihr neuer Arbeitsplatz sein. Eine Metropole mit acht Millionen Einwohnern, viel Verkehr und Smog. Mitglieder ihrer neuen Gemeinde sind Mitarbeiter der Deutschen Botschaft und der Deutschen Schule und Deutsche, die mit Iranern verheiratet sind.

Wohnen wir Kirsten Wolandt im zweistöckigen Pfarrhaus der Kirche direkt gegenüber. Von ihrem neuen Zuhause kann sie in der Ferne die schneebedeckten Berge sehen. Bei ihrer neuen Aufgabe wird sie häufiger unterwegs sein und den Flieger nutzen. Dann geht's nach Katar, wo sie sich um die Seelsorge und die Konfirmanden kümmert. Kirsten Wolandt wagt das Neue und weiß doch, wie es im Ausland ist. Sie war bereits vor ihrem Einsatz in Wersten einige Jahre in Afrika. Dass die Menschen im Ausland besonders zusammenrücken, hat sie dort schon erlebt.

Quelle: RP
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