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Wersten
CDU bittet Verkehrsdezernent Zaum um Hilfe

Wersten. Werstener CDU-Chef Peter Blumenrath hat wegen des Werstener Kreuzes an den Beigeordneten geschrieben.

Weil nicht nur die Eltern, sondern auch die Stadtteilpolitiker bei ihrem Wunsch nach einer Entschärfung des Werstener Kreuzes bislang immer vor die Wand gelaufen sind, hat sich der Vorsitzende der Werstener CDU, Peter Blumenrath, nun an Christian Zaum gewandt. Zaun, ein CDU-Mann, hat zum 1. Juni die Nachfolge von Verkehrsdezernent Stephan Keller angetreten.

Von Zaum erhofft sich sein Werstener Parteifreund Blumenrath, dass dieser einen neuen und unvoreingenommenen Blick auf die Problematik hat. "Durch die langen Wartezeiten reagieren im Berufsverkehr zahlreiche Autofahrer genervt und gestresst auf den Verkehr. Im Ergebnis sind häufig Fahrten über Rot, falsches Abbiegen und ein Zustellen der Kreuzung zu beobachten. Spätestens seit der Verlängerung der U79 erleidet die Kreuzung im Berufsverkehr einen Verkehrskollaps. Verschiedene Ampeloptimierungen haben keine spürbare Entlastung gebracht. Wenn die U79 in den Hauptverkehrszeiten in die Kreuzung einfährt und diese nicht vollständig überquert, entsteht ein verheerendes Verkehrschaos, da der Verkehr nicht abfließen kann", heißt es in dem Brief, der unserer Redaktion vorliegt. Erschwerend komme hinzu, dass, wenn auf der A46 Stau sei, die Autofahrer über die Busspur einen Teil des Staus versuchten zu umfahren.

Blumenrath listet in dem Brief zudem auf, was die zuständige Bezirksvertretung (BV) 9 sich in den vergangenen Monaten alles von der Verwaltung und der Polizei für mehr Sicherheit erbeten hatte: Sperrflächen, eine höhere Polizeipräsenz sowie Maßnahmen gegen das falsche Abbiegen. Nichts davon ist bislang geschehen. Darüber hinaus habe die BV erfolglos mehrere Möglichkeiten der Rotlichtüberwachung angefragt.

Die von Eltern der Werstener Henri-Dunant-Grundschule vor zehn Tagen gestartete Online-Petition für einen Umbau des Werstener Kreuzes steht inzwischen vor dem Knacken der Marke von 1000 Unterschriften. Bei 3600 Unterzeichnern will das Online-Portal Oberbürgermeister Thomas Geisel um eine Stellungnahme bitten. Aber selbst wenn diese Zahl nicht bis April 2018 geknackt sein sollte, wollen sich die Eltern an den OB wenden.

Doch vielleicht kann ja auch schon Zaum vorher tätig werden - das hofft auf jeden Fall Peter Blumenrath. Seine Hoffnung ist, dass sich der neue Verkehrsdezernent einmal vor Ort von der Situation ein Bild macht - natürlich am besten in den frühen Morgenstunden, wenn die Kinder in die Schule müssen.

(rö)
 
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