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Wersten
Grünes Licht für Neubau des Aktiv-Treffs

Wersten. Für drei Millionen Euro entsteht an der Immigrather Straße der lang versprochene Neubau für die Arbeiterwohlfahrt. Von Maximilian Krone und Andrea Röhrig

Mehr als 30 Jahre gibt es nun schon den Aktiv-Treff der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Immigrather Straße in Wersten. Die ganze Zeit schon ist er in einem ehemaligen Ladenlokal untergebracht und stetig weiter ge- und vor allem diesen vier Wänden entwachsen. Besonders die angeschlossene Tierfarm gilt als Vorzeigeprojekt, was die Verantwortlichen von Politik und Stadt dazu bewogen hat, den Stadtteiltreff neu zu bauen. Von den Bauarbeiten unberührt bleibt das jetzige Gebäude des Aktiv-Treffs, so dass das Angebot bis zur Neueröffnung aufrecht erhalten bleiben kann. Lediglich einige Tiere müssten für die Maßnahme umgesiedelt werden, heißt es von Seiten der Awo.

Zupass kam der Verwaltung dabei, dass dieses Bauvorhaben ein wesentlicher Baustein für das Landesförderprogramm "Soziale Stadt" ist. Mit einem Gebiet, das in Teilen in Holthausen sowie in Wersten liegt, hatte sich die Stadt beworben und 2011 den Zuschlag bekommen. Es wurde ein Handlungskonzept aufgelegt, das noch bis 2016 läuft. In den Bereich fließen insgesamt rund fünf Millionen Euro in verschiedenste Maßnahmen - unter anderem in die Sanierung des Bolzplatzes Reusrather Straße. Der wurde bereits im November 2013 fertig.

Schon seit 2011 ist klar, dass der Stadtteiltreff sowohl bautechnisch und energetisch als auch raumtechnisch den heutigen Anforderungen an eine solche Einrichtung nicht entspricht.

Für den Um- und Neubau müssen zunächst einmal die Tierställe weichen. Sie werden abgebrochen und auf einem dahinterliegenden Grundstück neu errichtet. Die freigewordene Fläche wird dann mit einem eingeschossigen, rechteckigen Gebäude bebaut, in das der neue Awo-Aktiv-Treff einziehen wird. Der Bau beginnt voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres, 18 Monate später soll er fertig sein. Die Baukosten belaufen sich auf drei Millionen Euro. Die ersten Kostenschätzungen hatten noch bei Baukosten in der Höhe von rund 2,2 Millionen Euro gelegen.

Dem Stadtteiltreff stehen in dem Gebäude drei Gruppenräume, ein Mehrzweckraum, zwei Beratungs- und Büroräume sowie ein Café zur Verfügung. Das Gebäude und der gesamte Außenbereich sind barrierefrei geplant. Es soll laut Vorlage den neusten Energiestandards entsprechen. Die Grünen regten in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 an, die vorgesehene Heizung mit Gas und die Warmwasserbereitung mit Strom durch Solarthermie-Kollektoren zu betreiben beziehungsweise zu ergänzen. Dies hätte weitere finanzielle Einsparungen und einen Umweltvorteil zur Folge. Die jährlichen Betriebskosten beziffert die Verwaltung nämlich derzeit mit rund 193 000 Euro. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bund mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro gefördert. Die restlichen gut 1,2 Millionen Euro trägt die Stadt Düsseldorf. Der Stadtrat hat für die Ausführung in seiner Sitzung am Donnerstag Grünes Licht gegeben. Zuvor hatten bereits die Fachausschüsse und die Bezirksvertretung 9 ihre Zustimmung erteilt. Nach der Fertigstellung geht der Neubau in die Hände der Awo über, die einen langjährigen Mietervertrag erhalten soll.

Quelle: RP
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