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Wersten
Info-Abend zu Unterkünften für Flüchtlinge

Wersten. Für heute Abend, 19 Uhr, hat die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch zu einem Informationsabend für die im Stadtbezirk 9 geplanten Flüchtlingsunterkünfte eingeladen. Der findet in der Aula der Theodor-Heuss-Schule an der Lützenkircher Straße 2 statt. In unmittelbarer Nähe zur Grundschule plant die Stadt eine Unterkunft für etwa 160 Menschen auf dem Gelände der früheren Jugendverkehrsschule.

Für weit mehr Interesse bei den Bürgern sorgen die Pläne für den Bau einer Unterkunft für 500 Menschen an der Straße Am Haferkamp. Anwohner aus Wersten, Himmelgeist und Itter protestieren gegen die Größe. Für den Fall, dass der Andrang heute Abend viel größer sei, hatte Koch bereits zugesagt, eine weitere Veranstaltung anzubieten. Denn die Aula der Theodor-Heuss-Schule fasst 300 Menschen.

In Lichtenbroich hat der Protest von Anwohnern und Bezirksvertretern für eine Verkleinerung der Unterkunft gesorgt. Bei einer Bürgersprechstunde am Dienstagnachmittag informierte Koch, dass nun auf der Fläche In der Niesdonk nicht mehr zwei-, sondern eingeschossig gebaut werden soll. Dadurch verringert sich die Zahl der Plätze von 500 auf 400.

Auch für den Standort an der Münchener Straße hatte Koch bereits eine Verkleinerung signalisiert, aber keinesfalls eine Halbierung, wie es die Unterzeichner einer Unterschriftenliste gefordert haben. Wie schon bei ihrem Termin in Himmelgeist vor zwei Wochen sicherte Koch in Lichtenbroich zu, dass sie die Situation in den großen Wohnanlagen genau beobachten wolle: "Sollten wir von den Wohlfahrtsverband signalisiert bekommen, dass es dort nicht so gut läuft, wie es in unseren kleineren Anlagen der Fall ist, können wir die Anlage verkleinern. Das ist der Vorteil der Modulbauweise." Die Anlagen Ickerswarder und Lützenkircher Straße sind für eine Nutzungsdauer von fünf Jahren geplant.

Diese Unterkünfte sind im Stadtbezirk 9 geplant oder im Bau: eine winterfeste Leichtbauhalle an der Itterstraße mit 288 Plätzen, Fertigstellung ist in diesem Quartal. An den Standorten Further Straße (Kirmesplatz) und auf der Bezirkssportanlage Am Wald plant die Stadt zwei weitere Leichtbauhallen für 192 respektive 288 Menschen.

Zum 1. April lebten 6285 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften. Weitere 1600 Plätze hält das Land hier in eigenen Einrichtungen bereit. Es sei davon auszugehen, dass der Stadt weitere Flüchtlinge zugewiesen würden, weshalb auch in diesem Jahr weitere Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden müssten, meldete die Stadt gestern: "Derzeit muss Düsseldorf wöchentlich rund 150 neue Flüchtlinge unterbringen."

(rö/bra)
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