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Wersten
Investor plant Wohnquartier mit Blick auf die Düssel

Wersten. Noch vor den Sommerferien soll die Planung für die 80 neuen Wohnungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Von Andrea Röhrig

Düsseldorf wächst und kommt nicht nach mit dem Bau von Wohnungen. Weil es in der Landeshauptstadt aber kaum mehr echte freie Flächen gibt, wird inzwischen auch verstärkt auf Lückenschluss gesetzt. So sollen in einem zurzeit noch mit Gewerbehallen bebauten Hinterhofbereich an der Kölner Landstraße - in dem Bereich, in dem auch die Polizeiwache in Wersten untergebracht ist - rund 80 neue Wohnungen in vier Wohnkomplexen entstehen. Ein Teil werden sogar einen unverbauten Ausblick auf die Düssel haben. Zudem sollen 29 bereits bestehende Wohneinheiten entlang der Kölner Landstraße modernisiert werden.

Im Gespräch ist die Bebauung auf der rund 8600 Quadratmeter großen Fläche bereits seit 2011. Doch erst im Oktober 2015 habe ein Investor eine neue Entwurfsplanung der Stadt vorgelegt, teilte die Bauverwaltung in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 mit. Die Planung soll, so entschieden es die Mitglieder der BV, noch vor der Sommerpause in einer Öffentlichkeitsbeteiligung in Form einer öffentlichen Versammlung (Stadtplanung zur Diskussion) vorgestellt werden. Nach jetziger Zeitschiene ist für 2017 ein Satzungsbeschluss geplant, danach kann eine Baugenehmigung erteilt werden.

Laut Bauverwaltung sollen durch den Abbruch der Gewerbegebäude im hinteren Bereich und die Neuaufteilung des Raumes übersichtlich dimensioniert und gut besonnte Außenräume entstehen, die dem Ensemble aus Einzelbaukörpern ein freundliches und transparentes Erscheinungsbild verleihen.

In der Mitte des Quartiers soll ein "begrünter, attraktiver Innenbereich mit hoher Aufenthaltsqualität und einer Spielfläche für Kinder entstehen". Stellplätze sollen in einer Tiefgarage ausgewiesen werden. Das Viertel soll durch den bestehenden Weg südlich der Polizeidienststelle erschlossen werden. Zwei Altlastenstandorte hat die Verwaltung auf dem Gelände ausgemacht, zum einen gab es dort eine Tankstelle und zum anderen wurden dort früher Fernseher produziert. Zum jetzigen Planungszeitpunkt hat die Stadt eine schalltechnische Machbarkeitsuntersuchung vorliegen sowie einen Auszug aus dem Altlastenkataster. Die neuen Bewohner will die Verwaltung durch einen viergeschossigen Gebäuderiegel im Süden vor Lärm schützen.

Quelle: RP
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