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Wersten
Lasern unter Freunden

Wersten. In Düsseldorf hat die erste Lastertag-Anlage eröffnet. Von Julia Brabeck

Düsseldorf ist um ein Freizeitangebot reicher. Seit einigen Wochen kann an der Kölner Landstraße 30 die spannende Fun-Sportart Lasertag gespielt werden. In einer 700 Quadratmeter großen Halle können bis zu 30 Sportler gleichzeitig gegeneinander antreten und müssen dabei versuchen, sich mit Lasergeräten, genannt Phaser, zu markieren. Dabei führen Schnelligkeit, taktisches Geschick und Nervenstärke zum Sieg.

Fast zwei Jahre hat Geschäftsführer David Lorke sich auf die Eröffnung von Laserplex vorbereitet. Seinen Job als Unternehmensberater hat er aufgegeben und mit seinem Vater eine GmbH gegründet. Viele Anlagen in Deutschland, aber auch im Ausland hat Lorke getestet, bevor er ein passendes Konzept für Düsseldorf entwickelt hat. Lange hat er dann nach einer geeigneten Halle für den Freizeitspaß gesucht, bis er das ehemalige Lagergebäude fand, in dem zuvor Akten der Staatsanwaltschaft gelagert wurden. Dicke Gitter an allen Fenstern zeugen noch von der alten Nutzung.

"Die Erteilung der Baugenehmigung hat dann noch einmal mehrere Monate gedauert, denn was sich hinter Lasertag verbirgt, ist noch nicht überall bekannt", sagt Lorke. So erteilen nicht alle Städte eine Betriebserlaubnis, weil damit die Vorstellung eines Kriegsspiels verbunden wird. "Das ist nicht der Fall. Bei uns dürfen keine Besucher in Tarnkleidung mitspielen und auch die Halle ist bewusst nüchtern und nicht wie eine Stadt mit alten Autos und Mauern gestaltet worden", sagt Lorke. Bezeichnungen wie "Waffen" oder "treffen" werden vermieden und durch Laser und taggen ersetzt.

Adrenalin pur bietet das Spiel dennoch. Jeder Mitspieler erhält eine Spezialweste. Beleuchtete Felder auf der Brust, am Rücken und auf den Schultern sind die Ziele und müssen später anvisiert werden. Alle anderen Körperteile bringen keine Punkte. Am Ende jeder Spieleinheit wird es dann interessant, denn dann kann jeder auf einem großen Monitor die Auswertung des Spiels sehen, also wer wen wie oft getaggt hat. "Der Laserstrahl ist dabei absolut ungefährlich, auch für die Augen", betont Lorke. In der Regel sind die Spieler ständig in Bewegung und die Halle ist groß und durch viele verschieden hohe Trennwände mit Fensterdurchbrüchen wie ein Labyrinth aufgebaut. Künstlicher Nebel, laute Musik und Disco-Laser sorgen für zusätzliche Verwirrung. Dennoch sind alle Wege so großzügig gestaltet, dass auch Rollstuhlfahrer an dem Spiel teilnehmen können, das für Kinder ab zehn Jahren freigegeben wird.

Gespielt werden kann entweder in Teams, dann sind die Mitspieler an den gleichfarbigen Lampen auf den Westen erkennbar, oder jeder tritt gegen jeden an. "Damit es nicht langweilig wird, können auch noch viele andere Varianten - wie eine Jagd auf Zombies gebucht werden", sagt der Geschäftsführer. Das neue Spielangebot ist bereits sehr beliebt. Deshalb wird eine Reservierung der Spielzeit empfohlen.

Quelle: RP
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