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Wersten
Platz für Kita und neues Pfarrzentrum

Wersten: Platz für Kita und neues Pfarrzentrum
Pfarrer Frank Heidkamp (rechts) und Bauleiter Bastian Goldschmidt prüfen die Abrissarbeiten. Der Eingang zur neuen Kindertagesstätte wird direkt gegenüber der Sakristei von St. Maria Rosenkranz liegen. FOTO: Günter von Ameln
Wersten. Die Bagger sind angerückt. Jetzt wird das Gelände an der Kirche St. Maria Rosenkranz für den Neubau vorbereitet. Von Simona Meier

Am Bauzaun machen immer wieder Interessierte Halt und beobachten die neue große Baulücke im Herzen von Wersten direkt neben der Kirche St. Maria Rosenkranz. "Viele Ehemalige stehen dort und erinnern sich an ihren alten Kindergarten", sagt Pfarrer Frank Heidkamp. An die Kita erinnert nur noch das alte Kellergeschoss, der Rest liegt unter Bauschutt begraben. Einmal wöchentlich schauen auch die Kindergartenkinder vorbei, die jetzt in einem Ausweichquartier an der Werstener Friedhofstraße untergebracht sind. Bauleiter Bastian Goldschmidt freut sich über die kleinen Zuschauer, die den Baufortschritt mit ihren Erzieherinnen verfolgen wollen, bis sie in den Neubau einziehen können.

Aktuell ist sein Team mit den Abrissarbeiten beschäftigt. "Es läuft die Tiefenenttrümmerung; Kellerwände und Sohlen werden zurückgebaut", sagt er. Bald wird die alte Pfarrbücherei abgerissen. Danach wird die Baugrube ausgeschachtet, wobei rund 3000 Tonnen Erde bewegt werden.

Schon seit 2007 ist das Großprojekt in Planung. Es wird aktuell mit Baukosten von rund sechs Millionen Euro veranschlagt, die das Erzbistum Köln, die Stadt und in Teilen die Gemeinde selbst übernimmt. Entstehen sollen ein neuer Kindergarten und ein Pfarrzentrum mit Pfarrsaal und Räumlichkeiten für die Jugend- und Seniorenarbeit.

Auch Pfarrer Heidkamp zieht dann um, in die erste Etage der ehemalige Kaplanei. Das denkmalgeschützte Gebäude neben der Pfarrbücherei bleibt stehen und wird zukünftig in den neuen Gebäudekomplex integriert.

Noch türmt sich der Bauschutt; und die Verantwortlichen warten auf die Baugenehmigung. Bisher sind nämlich nur die Abrissarbeiten genehmigt. "Wir hoffen, das sie uns im April oder Mai vorliegt", sagt Frank Heidkamp zuversichtlich. Dann kann es zügig weitergehen. Seit eineinhalb Jahren tagt einmal wöchentlich der Bauausschuss der Kirchengemeinde. Drei ehrenamtliche Vertreter aus dem Kirchenvorstand und der Pfarrer kümmern sich dann um die Planungen. Wenn es gut läuft, sind die neuen Räumlichkeiten im ersten Halbjahr 2017 bezugsfertig. "Wir haben schon einige Gewerke vergeben können und sind somit zeitlich gut aufgestellt", sagt Frank Heidkamp.

Bis es soweit ist, bleibt der alte Pfarrsaal im Einsatz. "Es soll einen nahtlosen Übergang in die neuen Räume geben", sagt Heidkamp. Auch die Pfarrbücherei mit angegliedertem Eine-Welt-Laden finden Ersatzräume in der Garderobe des alten Pfarrzentrums.

Der Neubau gliedert sich in drei Gebäudeblöcke. Die Kindertagesstätte, die zukünftig fünf Gruppen hat, ist in zwei Gebäudeteilen untergebracht, die sowohl an die Rodebirkener Straße als auch direkt an die Kirche angrenzen. Der Eingang zur Kita befindet sich gegenüber der Sakristei. In der ersten Etage ist der neue Pfarrsaal geplant, der 200 Personen Platz bieten soll. "Er kann außerdem zweitgeteilt werden, so dass einmal 100 bis 120 Personen sowie 30 bis 40 Menschen Platz bei Veranstaltungen finden", sagt Frank Heidkamp. In Wersten ist ein solcher Veranstaltungsraum besonders gefragt, von den vielen Gruppen der Gemeinde, Jugendgruppen, Sportgruppen, den Schützen oder dem Heimatverein Werstener Jonges.

Ein weiterer Gebäudeteil grenzt an die Kaplanei. Hier wird es einen transparenten Anschluss mit viel Glas geben. Im Gebäude selbst werden die Verwaltungsräume der Pfarrei ihren Platz finden. Außerdem sind Gruppenräume für die Senioren und Jugendarbeit geplant, Räume des Familienzentrums sowie eine Küche, die an den Pfarrsaal anschließen wird.

Das ehemalige Pfarrsaalgelände und das alte Pfarrhaus könnten zukünftig Raum für altersgerechte Wohnungen bieten. Die Gespräche mit Investoren dazu wurden aber zunächst vor einem halben Jahr gestoppt. "Das kann zukünftig kommen, wird aber wohl noch etwas dauern", stellt Pfarrer Frank Heidkamp fest.

Quelle: RP
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