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Wersten
Songs gegen Dummheit und Intoleranz

Wersten: Songs gegen Dummheit und Intoleranz
Sänger Florian Black (vorne) und Gitarrist Manuel Preuß (Mitte hinten) haben die Band vor fünf Jahren gegründet. Damals spielten sie vor allem Cover von den Toten Hosen. Jetzt haben sie auch eigene Songs im Repertoire. FOTO: Anne Orthen
Wersten. Regelmäßig probt die Punkrock-Band "Auch keine Lösung" in einem Keller in Wersten. Am Samstag spielen sie im Schumacher. Von Pia Steckelbach

Schlagzeug, Bass und große Verstärker: Es wird laut, wenn die Punkrock-Gruppe "Auch keine Lösung" auf der Bühne richtig aufdreht. Vor fünf Jahren hat sich die Band gegründet, um Lieder der Toten Hosen zu covern, daran ist auch ihr Name angelehnt. Mittlerweile sind die Musiker auch mit ihren eigenen Songs erfolgreich.

Angefangen hat alles in der Schulzeit in Wersten. Leadsänger Florian Black (26) und Gitarrist Manuel Preuß (24) hatten sich in der Oberstufe zusammengeschlossen, um gemeinsam auf einem Schulfest zu spielen. Florian Black war schon zuvor in einer Band als Schlagzeuger aktiv, wollte sich aber auch als Sänger ausprobieren.

Eine Gesangsausbildung oder Vorerfahrung hatte er nicht: "Ich habe immer nur bei Fortuna-Spielen mitgegrölt", erzählt er. Beim Publikum kam seine Stimme gut an, schnell konnten Black und Preuß Freunde, Bekannte und Mitschüler für die Band gewinnen. Heute besteht "Auch keine Lösung" aus zehn Mitgliedern. Sie alle sind zwischen 20 und 31 Jahre alt und spielen regelmäßig auf Hochzeiten, Geburtstagen und Hauspartys. Das besondere an ihnen: Neben den üblichen Instrumenten wie Gitarre und Schlagzeug bauen sie auch Blasinstrumente wie Trompete, Posaune, Saxofon und Klarinette in ihre Coversongs und eigene Werke ein. Das gibt den rockigen Songs einen besonderen Klang.

Lange war das Ziel der Düsseldorfer Band, einmal auf der Rheinkirmes auftreten zu dürfen. "Das war für uns das Größte überhaupt", denkt Florian Black an die Anfangsphase zurück. Diesen Traum hat sich die Band mit einem Auftritt im Zelt der Brauerei Schumacher im vergangenen Jahr erfüllen können. "Es war einfach unbeschreiblich", erinnert er sich. Auch in diesem Sommer haben die zehn einen Auftritt am Kirmesdienstag geplant, dann unter anderem mit ihren eigenen Liedern.

Die Texte schreiben sie gemeinsam, sie wollen eine Nachricht an ihre Zuhörer vermitteln, sind gesellschaftskritisch. Für Toleranz und gegen Diskriminierung - eine Einstellung, die sich in ihren Liedern widerspiegelt.

So trägt einer ihrer Songs den Titel "Nazis raus", darin spielt die Gruppe gegen "Dummheit, Populismus und hohle Phrasen". Black sagt: "Ganz wichtig ist, dass wir alle auf einer Wellenlänge sind", Streit habe es noch nie gegeben. Und doch fällt eines auf: Unter den zehn Mitgliedern finden sich nur zwei Frauen. Aber auch sie finden: "Bei uns gibt es wenigstens keine Zickereien!" Noch trifft sich die Band einmal in der Woche im Keller des Elternhauses eines der Mitglieder.

Dort ist ein richtiger Probenraum entstanden. Ideal ist der Ort aber nicht, je nach Uhrzeit beschweren sich die Nachbarn über die laute Musik. Aber wenn es nach "Auch keine Lösung" geht, ist der Raum sowieso bald zu klein. Einige von ihnen können sich vorstellen, die Band zur beruflichen Zukunft zu machen. Ihr nächster großer Auftritt findet am 21. April in der Schumacher-Brauerei an der Oststraße statt. Schon zum zweiten Mal treten sie gemeinsam mit den Bands Moneymakers und Formosa beim Frühlingsbier-Fest auf.

Dort wird eine besondere Altsorte angeboten, die von den Auszubildenden der Brauerei selbst entwickelt wird. Auch einer der Bandkollegen arbeitet dort, da ist der Auftritt fast schon Ehrensache. Der Eintritt ist frei, Beginn ist um 17 Uhr.

Quelle: RP
 
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