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Wersten
Stadtteil-Kompass jetzt in fünf Sprachen

Wersten. Eine Kurzfassung gibt jetzt in Englisch, Spanisch, Französisch, Türkisch und Arabisch Auskunft zu Angeboten in Wersten. Auch eine mehrsprachige Stadtteilkarte bietet die Bürgerstiftung "Mit Herz und Hand" für Neubürger an. Von Simona Meier

Der 64-seitige Stadtteilkompass Wersten, der 2009 zum ersten Mal erschien, liegt jetzt auch in einer Kurzfassung vor. Übersetzt wurde das Nachschlagewerk in die englische, spanische, französische, türkische und arabische Sprache. Die Idee dazu hatten die Initiatoren schon länger. Seit der Kompass in zweiter Auflage erschienen ist, keimte der Gedanke, auch mehrsprachig zu werden. "Die ersten Schritte in einer neuen Welt sind die schwierigsten", sagt Klaus Lorenz, Vorstand der Bürgerstiftung "Mit Herz und Hand für Wersten - Don-Bosco-Stiftung" mit Blick auf die Menschen, die nach Wersten ziehen. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband entstand die kürzere Version des beliebten Nachschlagewerkes, das auch Ehrenamtler demnächst bei ihrer Arbeit mit Flüchtlingen unterstützen soll. "Es geht aber nicht nur um Flüchtlinge", sagt Lorenz. Wersten habe einen hohen Migrationsanteil.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche lobt das Engagement der Werstener für ihren Stadtteil. "Wersten geht da mit gutem Beispiel voran. Es ist eine Initiative, die wir unterstützen. Als Stadt können wir das in solch einem Umfang nicht leisten", sagt er mit Blick auf das umfangreiche Informationsmaterial, das der Stadtteilkompass beinhaltet.

Es brauche gerade die Initiative aus den Stadtteilen, damit die Menschen heimisch würden. "Wir sind jetzt auf dem Sprung in die Integrationskultur und brauchen diese Art der Hilfe", sagt Hintzsche. Ein Blick in die fremdsprachigen Versionen lohnt sich auch für Menschen, die schon lange in Wersten leben, hat die Französin Sylvie Mesnil festgestellt: "Ich lebe schon über 30 Jahre hier und habe jetzt noch Neues in diesem Heft entdeckt", sagt sie. Mit einer Auflage von 2000 Exemplaren pro Sprache liefert der "Stadtteilkompass Wersten" für Migranten und Flüchtlinge eine gute Übersicht über die wichtigsten Anlaufstellen und Beratungsangebote sowie die im Stadtteil vorhandenen vielfältigen sozialen, gesellschaftlichen, kirchlichen, sportlichen und kulturellen Angebote.

Ehrenamtlich haben sich Jürgen Paust-Nondorf, Julia Thomassen und Tanja Sowinski für die neue Version engagiert. In Kooperation mit dem Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Düsseldorf wurde außerdem der "Werstener Kinderstadtplan" überarbeitet und übersetzt. "Er liefert jetzt eine bessere Orientierung", sagt Paust-Nondorf. Verzeichnet sind in diesem Stadtplan Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Beratungsstellen und öffentliche Einrichtungen ebenso wie Örtlichkeiten mit freiem W-Lan.

Für die Übersetzungen in verschiedene Sprachen engagierten sich ebenfalls Freiwillige. Ahmet Top vom Kreis Düsseldorfer Muslime machte die türkische Übersetzung: "Für die Integration ist die neue Ausgabe ein gutes Zeichen", sagt er. Der Stadtteilkompass helfe Menschen, sich besser zurechtzufinden. "Es gibt auch Menschen, die schon lange hier leben. Stirbt der Partner, der bislang alles auf Deutsch regelte, kann dieses Heft eine Hilfe sein", sagt Klaus Lorenz. Die Stiftung plant die Übersetzung in weitere Sprachen, die Ausgaben soll es dann im Internet geben.

Quelle: RP
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