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Wersten
Stadtteiltreff Wersten zieht Ostern 2017 ein

Wersten. Der Neubau kostet drei Millionen Euro. Nach der Fertigstellung wird das Gebäude mit Tierfarm an die Arbeiterwohlfahrt vermietet. Sie betreibt den Treffpunkt seit 1980 und wird die Angebote erweitern. Von Simona Meier

Der Aktiv-Treff der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist in Wersten eine feste Größe. Einige Eltern der jungen Besucher verbrachten dort früher schon selbst ihre Freizeit. Jetzt errichtet die Stadt in unmittelbarer Nähe den dringend notwendigen Neubau. Das Gebäude und die Stallungen für die Tiere waren in die Jahre gekommen, manches entsprach nicht mehr heutigen Standards oder war einfach zu klein. Bezugsfertig soll der Neubau Ostern 2017 sein. Schon jetzt lässt sich erahnen, wie der Stadtteiltreff an der Immigrather Straße aussehen wird.

"Er ist deutlich großzügiger, deswegen können wir unsere Angebote etwa um einen Familientreff mit Café erweitern", sagt Awo-Geschäftsführer Michael Kipshagen. Ziel sei es, die familienorientierten Dienste in das Angebot des Aktiv-Treffs zu integrieren. Am 10. Juni wird Richtfest gefeiert. Der Neubau, den der Stadtrat im Herbst beschlossen hatte, wird mit 1,785 Millionen Euro vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt bezuschusst.

Der Neubau bietet viel Platz. "Es gibt Gruppen- und Beratungsräume sowie Möglichkeiten für Sport- und Bewegungsangebote", sagt Kipshagen. Seit mehr als 30 Jahren betreibt die Awo den beliebten Treffpunkt. Jetzt wird der Wohlfahrtsverband das neue Gebäude langfristig anmieten. Bis zum Bezug, der für Ostern 2017 geplant ist, findet das aktuelle Programm in den alten Räumen statt. "Unsere Arbeit läuft wie gewohnt weiter. Einschränkungen gibt es nur im Außenbereich", sagt Mitarbeiterin Jane Donat.

Die betreffen die Besonderheit des "Aktiv-Treffs": die Tierfarm. Gebaut werden neue Stallungen für die vielen Tiere, die ein wesentlicher Bestandteil der Angebote sind. Pferde, Esel, Ziegen und Kaninchen sowie Meerschweinchen und Hühner werden von Familien und Kindern gehegt und gepflegt. Während der Bauarbeiten sind Esel, Ponys und Kaninchen in mobilen Weidehütten auf dem hinteren Teil des Grundstücks untergebracht. Einige Tiere wurden ausquartiert. Die Enten und Hühner sind auf dem Abenteuerspielplatz in Eller untergekommen, die Ziegen in Mönchengladbach.

Wenn die neuen Räumlichkeiten fertig sind, kommen nicht alle Tiere zurück; aber die Bestände werden natürlich um Ziegen, Enten und Hühner ergänzt. "Die Arbeit mit den Tieren, ihre Pflege und die Verantwortung für sie ist eine wichtige Basis", sagt Michael Kipshagen. Ein neuer Raum für die Tierpflege bietet der Awo die Möglichkeit, tiergestützte Angebote für die Schulen, Nachbarschaft und Familienzentren auszuweiten.

Das unverbaute Gelände bietet mitten in der Stadt viele Möglichkeiten. Es habe etwas von einem Biotop und sei ursprünglich, findet der Awo-Geschäftsführer. "Für viele ist das hier Heimat, die Anwohner schätzen die Anlage und es geht wenig kaputt", sagt er. Auch Firmen nutzen das Gelände schon mal für soziale Tage. Sie unterstützen den Aktiv-Treff und bauen beispielsweise Holzspielgeräte. Fest verwurzelt im Stadtteil, haben sich unter dem Dach des Jugendtreffs viele Angebote entwickelt, die bald in neuen Räumen stattfinden.

Quelle: RP
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