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Wersten
Unterirdische Container für den Werstener Schützenplatz ?

Wersten. Wenn ein Container brennt, muss die Feuerwehr raus. Meist mit einem Löschwagen und sechs Mann Besatzung. Der Wagen kostet pro Stunde 145 Euro, pro Mann werden 33 Euro berechnet. Macht unterm Strich knapp 350 Euro für einen Einsatz. Von Birgit Wanninger

Rund 60 Mal ist die Feuerwehr in den vergangenen zwei Jahren zum Schützenplatz in Wersten gefahren, um dort einen Containerbrand zu löschen. Kosten: rund 21.000 Euro. Plus Gebühren der Awista zur Reinigung. Da haben sich die Kosten für eine neue Anlage schnell amortisiert. Doch zum Ärgernis der Anwohner an der Opladener Straße passiert nichts. Auch ihr Vorschlag, die Container ans Werstener Feld zu verlegen, lehnt Umweltamtsleiter Stefan Ferber ab. Aus Platzgründen. Der Standort Schützenplatz sei gesetzt, weil der Stadt nicht ausreichend Platz zur Verfügung stünde, um die Container woanders aufzustellen, lautet die Begründung.

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf (CDU) will die Thematik demnächst in der Bezirksvertretung 9 beraten. Das seien ja grauenhafte Zustände am Werstener Schützenplatz, sagt er. Das müsse geändert werden. Graf spricht von einer optischen "Verschandelung". Ihm schwebt vor, unterirdische Container zu installieren. Eine Idee, von der auch sein Stellvertreter Udo Skalnik (SPD) angetan ist. "Diese Container könnte man in dem ein oder anderen Fall einsetzen", sagt er. Im Urlaub in Südtirol seien sie ihm aufgefallen. Eine saubere Angelegenheit, meint er. Außerdem seien die unterirdischen Container nicht so leicht in Brand zu setzen.

Ginge es nach Karl-Heinz Graf, könnten diese sogenannten "Unterflur-Container" im gesamten Stadtsüden eingesetzt werden. Allerdings ist das eine Kostenfrage.

Auch die Stadtverwaltung unterstützt dieses System. "Eine sinnvolle Anlage", sagt Umweltamtsleiter Stefan Ferber, die allerdings ihren Preis hat. 50.000 Euro kostet eine Unterflur-Anlage. Ferber bezeichnet sie als "kleines Bauprojekt". Gerade bei größeren Bauprojekten könnte man sie mit einbeziehen und meist trüge dann der Investor die Kosten - wie beispielsweise in Himmelgeist.

"Wir werden das System unterstützen, wenn die Finanzierung gesichert ist", sagt Ferber. Die Frage sei allerdings, woher kommt das Geld und wer stellt die Mittel bereit. Inzwischen gibt es 20 Standorte in Düsseldorf. Und dass das System sich bewährt hat, zeigen auch anderen Städte. Unterflurcontainer sind eleganter, sie besitzen einen Deckel. Im Sommer ist der Unterflur nicht der prallen Sonne ausgesetzt die Geruchsbelästigung ist gering. Bei allen Vorteilen gibt Ferber zu bedenken, weitere Brandstiftung sei nicht auszuschließen.

Quelle: RP
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