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Wersten
Wahlgottesdienst für Pfarrer in Wersten

Wersten. Pfarrer Christian Nell-Wunsch geht als einziger Kandidat in die Wahl um die freie Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde in Wersten. Das Presbyterium trifft am Donnerstag seine Entscheidung. Von Simona Meier

Pfarrer Christian Nell-Wunsch ist in Wersten kein Unbekannter. Auf seinem Fahrrad ist er oft in der Gemeinde unterwegs. Die Stelle, die nach dem Weggang von Pfarrerin Kirsten Wolandt neu besetzt werden soll, hat er schon seit vielen Monaten als Vertretung inne. Im Sommer verabschiedete sich die ehemalige Pfarrerin Wolandt Richtung Teheran, wo sie die Leitung der evangelischen Kirchengemeinde übernommen hat. Seitdem ist die Position in Wersten vakant. Jetzt steht endlich die Wahl zur Neubesetzung an.

Stattfinden wird diese besondere Wahl in einem Gottesdienst. "Zu diesem Gottesdienst mit dem Presbyterium sowie Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes sind alle Gemeindeglieder herzlich willkommen", sagt Pfarrer Kay Faller. Gewählt wird der neue Pfarrer dann in Wersten von den 15 Mitgliedern des Presbyteriums. "Zehn davon müssen bei der Wahl anwesend sein, der Kandidat muss eine qualifizierte Mehrheit der Stimmen bekommen", sagt Kay Faller.

Es wird geheim gewählt, dann öffentlich ausgezählt und das Ergebnis auch öffentlich verkündet. Christian Nell-Wunsch geht als einziger Kandidat in den Wahlgottesdienst. "Ein durchaus übliches Verfahren", sagt Martin Fricke, vom Kreissynodalvorstand. Er ist gemeinsam mit der Wahlleiterin Barbara Schwan im Wahlgottesdienst zuständig für den korrekten Ablauf des Verfahrens, bei dem die Mitglieder des Presbyteriums auch persönlich aufgerufen werden.

Die Auswahl des Kandidaten fand schon vorher statt. Einen Wahlkampf gab es nicht, der Ablauf unterliegt strengen Regularien.

Es gab elf schriftliche Bewerbungen auf die vakante Stelle. Nach eingehender Prüfung fanden drei Bewerbungsgespräche statt, dann einigte sich das Presbyterium darauf, Pfarrer Christian Nell-Wunsch als einzigen Kandidaten ins Wahlverfahren zu nehmen. Bei der eigentlichen Wahl am Donnerstag wird der Kandidat nicht in der Kirche dabei sein. Er hat sich der Gemeinde bereits mit einem Probegottesdienst eingehend vorgestellt und stand danach den Gemeindemitgliedern Rede und Antwort zu seiner Person.

Neben der Frage zur persönlichen Wohnsituation, Christian Nell-Wunsch wohnt in Wuppertal, gab es aus der Gemeinde auch schon Lob und positive Rückmeldungen. Der Probegottesdienst selbst war gut besucht. "Ich bin von Herzen gerne Gemeindepriester", sagt der Kandidat über sich und ist gespannt auf das Votum in Wersten. Dass die Wahl in einem Gottesdienst stattfindet, soll zeigen, das die Beteiligten auch auf Gottes Kraft und Beistand vertrauen.

Nach der Wahl und der Bekanntgabe des Ergebnisses am Donnerstag gibt es noch eine Einspruchsfrist bis zum 3. April. Wenn diese verstrichen ist und der Kandidat die Wahl annimmt, wird die Stelle schließlich besetzt. "Ich komme ja aus keiner festen Pfarrstelle, in meinem Fall bin ich frei", sagt Christian Nell-Wunsch zum möglichen Ablauf.

Pfarrer Kay Faller und Martin Fricke vom Kreissynodalvorstand sind gespannt auf den Wahlgottesdienst und seinen Ausgang. Wichtig sei, dass am Ende des aufwendigen Verfahrens Einmütigkeit herrsche und der gewählte Kandidat der Pfarrer aller sei.

Quelle: RP
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