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Wersten
Wersten 04 beim Derby im Glück

Wersten. Fußball-Kreisliga B: Wersten gelingt zum Saisonauftakt ein schmeichelhaftes 2:0 gegen den SFD. Von Joachim Breitbach

Mit einem glücklichen 2:0 (0:0)-Heimsieg über die von Mario Kentschke trainierten SFD-Fußballer startete Kreisliga-A-Absteiger SV Wersten 04 in die Kreisliga-B-Saison, die den direkten Wiederaufstieg bringen soll.

In den ersten 20 Minuten der Partie dominierten aber die Niederheider den SVW total. Sie verpassten eine verdiente Führung nur durch zuviel Eigensinn und Ungenauigkeit beim letzten Pass, was der diszipliniert-starken Werstener Defensive stets die Chance gab, Tore der Gäste zu verhindern. Und selbst in der Folgezeit bekam die Elf von Trainer Alfred (Ali) Glubisz selten Zugriff auf das schnelle Steilpass-Spiel des SFD. Die Platzherren agierten fast eine Stunde in Spielaufbau und Angriff hypernervös und zu hektisch.

Kurzweilig war das Spiel, dem trotz zwischenzeitlichen Schauern offiziell 60 Fans folgten - gezählt waren es 131 - bis zur letzten Minute. Die Entscheidung fiel nach der Pause. Das 1:0 erzielte Dennis Hanuschkiewicz (57.), nachdem SFD-Keeper Marcel Britscho eine Flanke abklatschte und Dirk Engels Schuss noch abgewehrt wurde. Zum 2:0 traf ebenfalls Hanuschkiewicz (85.). SFD-Trainer Kentschke, der nach der Partie umgehend den Platz verließ und heimfuhr, sprach von einem "saft-, kraft- und körperlosen Auftritt" seines Teams. Er schimpfte: "Einige Akteure waren eher auf einem Spaziergang am Unterbacher See als auf dem Fußballfeld. Sechs Spieler haben bisher noch nicht ein einziges Mal trainiert. Der Sieg der Werstener ist völlig verdient." Wobei der Coach in seiner Kritik zu weit ging. Stürmer Engel vom SVW nämlich gestand: "Die SFD'er waren heute alle zu schnell für uns. Mit den Beinen und im Kopf."

Karl-Heinz Ramrath, der einst zu SFD-Glanzzeiten die Niederheider Landesliga-Kicker trainierte, fand: "Verdient war der Werstener Sieg nicht. Aber es geht beim Fußball ja darum, Tore zu schießen. Der SFD war besser, Wersten abgezockter."

SV-Coach Glubisz: "Für uns waren das Ergebnis und die drei Punkte das beste am Saisonstart. In der Folgezeit müssen wir uns noch mächtig steigern und mit dem Druck, aufsteigen zu wollen, klarkommen. Wir werden uns steigern, wenn alle Urlauber wieder da sind."

Nun hat der Werstener Trainer, der Co-Trainer Peter Gonzales-Köhn ins Tor gestellt hatte und den bärenstarken Kapitän Dominik Russek ins Abwehrzentrum, noch ein großes Problem:

Morgen feiert er seinen 58. Geburtstag. Einen Tisch hat seine Frau in einem Restaurant auch schon bestellt. Weil ja mittwochs immer "Alis fußballfreier Tag" ist. Doch gleichzeitig steht nun das Pokalspiel des SVW beim CfR Links in Heerdt an. Die Frage, ob Tochter Jaqueline, Schwiegersohn Dirk Engel oder er selbst das "Mama Glubisz" beichten, ist noch nicht klar. Wobei das "Fußball-Trio" inständig auf Verständnis hofft.

Quelle: RP
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