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Wersten
Wersten beim 1:4 ohne den Hauch einer Chance

Wersten. Im vierten Spiel gab es bereits die dritte Niederlage. Fans des Kreisliga-A-Aufsteigers finden ihr Team schon im Abstiegskampf wieder. Spielmacher Marius Lippa verletzte sich beim Warmmachen. Von Tim Breitbach

Viertes Spiel in der Fußball-Kreisliga A, dritte Niederlage: Mit 1:4 (0:1) unterlag der ersatzgeschwächte Aufsteiger SV Wersten dem TuS Gerresheim. Etwas zu hoch vielleicht, aber verdient. Bitter: ausgerechnet der für Werstens Defensive oft zu schnelle Ex-Werstener Kevin Völler Adducci legte die ersten beiden vorentscheidenden Treffer für Gerresheim auf. So hat der SV weiter nur einen Punkt auf dem Konto.

Schon lang ist es her, dass der SV Wersten einmal gegen TuS Gerresheim gewonnen hat. Zuletzt gelang das am 6. April 2014 mit dem 6:2 durch Tore von Jose Rodrigus Benavides (2), Jens Weihrauh, Torben Jakubeit, Daniel Hübner und Dennis Hanuschkiewitz. Irgendwie schien es, als ob sich Aktive und Fans daran erinnerten, je länger die Partie dauerte. Bei allem Bemühen der Platzherren, nach dem 0:1 erst um den Ausgleich und nach dem 0:2 (53. Christopher Krämer) um das Anschlusstor, war der stets Sicherheit ausstrahlende Fabian Rech im TuS-Tor kaum wirklich gefordert.

Dabei sah es am Sonntag vor rund 100 Zuschauern zumindest in den ersten 30 Minuten so aus, als ob die Elf von Werstens Trainer-Novize Dirk Engel dem Gast von der Heyestraße Paroli bieten könnte. Obwohl Werstens Spielmacher Marius Lippa nach dem Warmmachen passen musste, der nicht zu ersetzende Kapitän Dominik Russek weiterhin gesperrt ist und auch Sascha Herrmanns noch wegen seines Urlaubs fehlte.

Das Unheil nahm unaufhaltsam seinen Lauf, als SV-Torwart Abdellah Bouchakai eine Faustabwehr missglückte und Roland Oppong das zum Führungstor der Gäste nutzen konnte. Dass die zuvor schon agiler, spielerisch stabiler und einfallsreicher wirkenden Gäste die nach dem Seitenwechsel offensichtlichen Schwächen des Neulings ausnutzten, hatten nicht wenige Fans der Grün-Weißen vom Dechenweg schon befürchtet. Während die höherklassig erfahrenen TuS-Kicker um den ehemaligen Oberligaspieler Sven Köppen in ihrem Team Richtung und Tempo vorgaben, gelang das den Werstener Ex-Landesliga-Kickern wie Swan Oehme, Dennis Kronenberg oder Tim Würde nicht.

Die Folge war, dass Gerresheim durch Felix Liesenhoff (60.) auf 3:0 erhöhte und sich für den immer unsicherer wirkenden SV ein Debakel anzubahnen schien. Aber ein Lob musste man dem Aufsteiger zollen: Er gab nie auf. Der agile Tim Stemmer (64.) sorgte mit einem Treffer Marke "Tor des Tages" für den 1:3-Anschluss, doch der Ex-Elleraner Bezirksliga-Torjäger Andres Sanchez (82.) beendete jede Hoffnung des Neulings auf einen Punktgewinn mit dem 4:1 (82.) für TuS Gerresheim.

So machten sich auf den Stehplätzen unter den "Ehemaligen" des SVW zwei Erkenntnisse breit. Einmal, "dass das, was die Mannschaft in dieser Besetzung leisten kann, eher im Abstiegskampf endet". Und: "Der zweite Anzug passt für diese Liga nicht."

Wobei sich die Engel-Schützlinge offensichtlich die Disziplin forddernden Ansprachen ihres Trainers zu Herzen genommen hatten. Es gab erstmals keinen Platzverweis für die Hausherren. Was allerdings auch an der überzeugenden Leistung von Schiedsrichter Stefan Katz (RW Dorsten) lag, der nach Meinung vieler bester Akteur auf dem Platz war und praktisch fehlerlos agierte. Und so jeder Diskussion mit Spielern die Grundlage entzog.

Quelle: RP
 
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