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Düsseldorf-Süd
Zelthallen kommen nicht auf Sport-Anlage in Wersten

Düsseldorf: Hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden
Düsseldorf: Hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden FOTO: dapd, dapd
Düsseldorf-Süd. Am Freitagmorgen überschlugen sich die Ereignisse. Nach Informationen unserer Zeitung sollen nun doch nicht zwei Zeltanlagen für insgesamt 300 Flüchtlinge auf die Sportanlage von Wersten 04 am Scheideweg, wie am Donnerstag von der Stadt noch mitgeteilt wurde. Von Denisa Richters und Andrea Röhrig

Weil der Verein zur Aufrechterhaltung seines Trainings- und Spielbetrieb auf den Ascheplatz, wo die Zelte hinsollten, angewiesen ist, wurde in der Frühe umdisponiert.

"Bei der Entscheidung für die Fläche am Scheideweg hat unsere interne Arbeitsgruppe leider einen Fehler gemacht", räumt die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch ein. Das habe auch daran gelegen, dass an der Sitzung am Donnerstag kein Vertreter des Sportamts teilgenommen habe. Die Anlage am Scheideweg habe zwar auf der Liste der Standorte gestanden, die für Flüchtlingsunterbringung geprüft werden, sie komme aber nicht in Frage, weil sie aktiv von einem Sportverein genutzt werde. "Wir können schließlich nicht die Schulsporthallen freigeben und auf der anderen Seite eine genutzte Sportanlage belegen", so Koch.

Nun wird rasch nach einem Alternativstandort gesucht. In der engeren Wahl sollen eine Freifläche in Holthausen und eine in Derendorf stehen. Möglicherweise kommen auch beide in Frage, da sich die Zahl der Flüchtlinge, die der Stadt vom Land zugewiesen werden, weiter erhöht. Die Stadt will sich noch heute entscheiden, damit der Aufbau der Großzelte wie geplant in der kommenden Woche beginnen kann.

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