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Wersten
Werstener "Starensemble" muss liefern

Wersten: Werstener "Starensemble" muss liefern
Dennis Hanuschkiewitz (hier bei einem Einsatz gegen den TSV) traf in dieser Saison fünfmal. Mit 25 Toren stehen die 04er sogar recht ordentlich da, allerdings haben sie mit 47 auch die meisten Tore kassiert. FOTO: Andreas Endermann
Wersten. Drei Spieltage vor Hinrunden-Ende belegt der mit einigen Landesligaspielern neu formierte Kreisliga-A-Aufsteiger den 17. Tabellenrang. Das ist nach dem Rückzug des Garather SV der letzte Platz. Von Helmut Senf

Der SV Wersten 04 hat zu Saisonbeginn kräftig eingekauft. Namhafte Akteure wie Dennis Kronenberg oder Sascha Hermanns (vormals SG Benrath-Hassels und zuvor VfL Benrath) oder Swan Oehme, Marius Lippa und Tim Stemmer (direkt vom Landesligisten VfL Benrath) wechselten zum Kreisliga A-Aufsteiger. Das personell folglich bestens bestückte Team von Neu-Coach Dirk Engel - als Nachfolger vom Aufstiegs-Trainer Ali Glubisz - schien mitsamt den bekannten Leistungsträgern der 04er wie Kapitän Dominik Russek oder dem torgefährlichen Dennis Hanuschkiewitz durchaus geeignet, bei der Kreisliga-Konkurrenz mit Blick auf den Saisonverlauf Angst und Schrecken zu verbreiten. Das ernüchternde Ergebnis: Drei Spieltage vor Hinrundenende belegen die mit geballter Kompetenz neu formierten Werstener den 17. Tabellenrang - und das ist, nach dem Rückzug des für diese Liga überforderten Garather SV, der allerletzte Platz. Was nun, Wersten 04?

"Mit dieser Entwicklung habe ich nicht gerechnet", räumt Fußball-Obmann Dieter Lukas im Gespräch mit unserer Redaktion unumwunden ein. Und Sascha Hermanns, der sich nicht nur deshalb den 04ern angeschlossen hat, um mit seinen alten Kumpels aus zurückliegender Zeit weiter in einer Mannschaft Fußball spielen zu können, sondern durchaus sportlich anspruchsvollere Ziele verfolgt, als in der Kreisliga A allein ums nackte Überkleben zu kämpfen, findet auf Anhieb kaum eine einleuchtende Erklärung für die Misere.

"Es gibt mehrere Gründe", sind sich Hermanns, Lukas und Trainer Engel einig: Die Saison-Vorbereitung ist nicht optimal verlaufen. Urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle haben das Übungskonzept torpediert. Der notwendige Fitness-Aufbau blieb auf der Strecke. "Hinzu kamen zu Saisonbeginn völlig überflüssige Sperren", wie Hermanns anfügt. Der Werstener Coach musste seine Startformation permanent ändern. "Der Trainer macht gute Arbeit", hebt Lukas hervor. Es hat einfach nicht funktioniert mit dem Zusammenwachsen von den Stamm-04ern und den Zugängen. Die 2:3-Pleite im Derby gegen Urdenbach war der Höhepunkt einer bis dahin grottenschlecht verlaufenen Saison. Das spielfreie Wochenende nutzte der Liga-Neuling zum Neu-Start.

Ein Mannschaftsabend mit Bowling und einem anschließenden Altstadtbummel scheint die 04er endlich zusammengeschweißt zu haben. Die Reaktion war ein unerwartet deutlicher 5:2-Erfolg im Kreispokal beim FC Tannenhof. Die Aussicht, in der vierten Runde ausgerechnet auf den VfL Benrath zu treffen, hatte vor allem die Neu-Werstener beflügelt.

Jetzt geht es darum, den (Auf-)Schwung aus dem Pokal in den Liga-Alltag zu retten. "Sechs Punkte aus den bis zur Winterpause noch ausstehenden drei Begegnungen sind Pflicht", fordert Engel. Am Sonntag (15 Uhr) ist der SV Oberbilk am Scheideweg zu Gast. Die unveränderte Formation aus der Pokalpartie soll gegen den Tabellenneunten liefern. "Mit Pressing vom Anpfiff an", wie Engel verspricht. Arina Musa hütet das Tor. Dennis Krüll, Turgut Keles, Tim Würde und Ahmad A-Bazaz bilden die Viererkette. Im Zentrum ziehen Swan Oehme (defensiv) und Dominik Russdek (offensiv) die Fäden. Marius Lippa, Dennis Hanuschkiewitz und Tim Stemmer haben nichts als Stürmen im Sinn.

Quelle: RP
 
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