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Wersten
Werstenerin geht für ein Jahr nach Ghana

Wersten. Anna Surpili (18) arbeitet in einem Eiscafé in der Altstadt, um ihren Anteil der Kosten für den Freiwilligendienst aufzubringen. Weil das Geld nicht reichen wird, hofft sie auf Unterstützer. Von Andrea Röhrig

Die Aufregung bei Anna Surpili steigt. In nichtmal mehr drei Wochen sitzt die 18-Jährige mit einem Freund im Flieger nach Afrika. In Ghana beginnen beide Anfang September ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Dort werden sie an einer Schule in Casao in der Nähe der Hauptstadt Accra gelegen, Deutsch unterrichten und etwa ein Theaterprojekt für das Goethe-Institut auf die Beine stellen. "Ich habe gehört, dass meine Vorgänger fast immer diesen Theater-Wettbewerb gewonnen haben", erzählt Anna Surpili, die sich aber auch darauf freut, eine eigene Klasse unterrichten zu dürfen: "Die Schüler sind zwischen sechs und 16 Jahre alt."

In diesem Jahr hat die Werstenerin am Benrather Schloß-Gymnasium ihr Abitur gemacht, und auch wenn sie eigentlich demnächst wohl Zahnmedizin studieren will, stand für sie schnell fest, dass sie erst einmal ins Ausland gehen will. Afrika kenne sie noch nicht, erzählt sie. Wer ein FJS machen will, geht am besten auf die Internetseite www.weltwärts.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dort sind alle Anbieter für den Freiwilligendienst aufgeführt. Anna bewarb sich bei einigen und bekam dann vom Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB) eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mit ihr starten über diese Organisation am 28. August 25 Jugendliche in dieses Abenteuer. 75 Prozent der Kosten wird über das Ministerium übernommen. Für die restlichen 25 Prozent in Höhe von 2400 Euro sind die Teilnehmer gehalten, selber aufzukommen. Um das Geld zusammenzubekommen, hat Anna Surpili einen Aushilfsjob in der Eisdiele Giovanni an der Bergerstraße übernommen. Was sie da verdient, geht in die Kasse für die Reisekosten. Doch den ganzen Betrag zusammen zubekommen, wird ihr nicht gelingen.

Wie alle anderen Teilnehmer, die das Geld nicht auf dem Sparbuch liegen haben, versucht sie nun, Spenden einzuwerben. "Ich weiß von jemandem, der das in Frankfurt gemacht hat; bei dem hat das ganz gut geklappt." Aber auch, wenn sie die Restsumme nicht vor Beginn des Engagements ganz wird stemmen können, kann sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr antreten. "Es muss niemand wegen des Geldes erstmal zu Hause bleiben", sagt Anna, allerdings sei es für eine Organisation wie die VNB auch nicht so einfach, die Restkosten für alle 25 Teilnehmer aufzubringen. Deswegen freut sie sich auch über die Spende kleinerer Geldbeträge

Wer sie unterstützen möchte, kann ihr eine E-Mail anna.surpili@gmail.com schreiben. Sie beantwortet Fragen zu ihrem Projekt. Die Kontodaten: VNB e.V., Volksbank Barnstorf-Diepholz, BLZ 25069503, Kontonummer 8444103.

Quelle: RP
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