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Wittlaer
Schulwege in Wittlaer werden sicherer

Wittlaer: Schulwege in Wittlaer werden sicherer
Die Kreuzung, an der im September der tödliche Schulwegunfall passierte, wird mit Hilfe von Schraffierungen übersichtlicher gestaltet. FOTO: G. Berger
Wittlaer. Die Verwaltung folgt vielen Vorschlägen der Politik und reduziert das Tempo an der Bockumer Straße. Von Julia Brabeck

Nach dem tödlichen Unfall der neunjährigen Elif im September ist in Wittlaer die Diskussion über die Sicherheit von Schulwegen neu entbrannt. Die Bezirksvertretung 5 hat einstimmig im November einen Antrag verabschiedet, mit dem die Verwaltung aufgefordert wurde, sechs Gefahrenpunkte zu entschärfen. Diese hatten die Politiker bei einem Rundgang ausgemacht, der zusammen mit Vertretern des Amtes für Verkehrsmanagement, der Bezirksverwaltungsstelle und Vertretern der Schule durchgeführt wurde.

In der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag wird eine Stellungnahme der Verwaltung zu den Wünschen der Politiker behandelt. "Die Verkehrssicherheit im Stadtteil Wittlaer ist grundsätzlich gewährleistet. Die Fußwege im Stadtteil können durch verkehrsberuhigte Wohnwege und -straßen, wie auch mit ausreichend vorhandenen und verkehrssicheren Querungshilfen an den Hauptverkehrsstraßen zurückgelegt werden", schreibt die Verwaltung. Sie folgt aber dennoch vielfach den Vorschlägen der Bezirksvertretung. Dazu gehört, im Bereich Bockumer Straße zwischen Hinacker und Grenzweg die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometern zu senken, wechselseitige Parkflächen zur Unterstützung einer niedrigeren Fahrgeschwindigkeit zu markieren und eine Hol- und Bringzone im Bereich Grenzweg einzurichten. Der Fußgängerüberweg in Höhe Kalkstraße soll wie auch alle anderen Zebrastreifen im Stadtbezirk 5 mit Reflektoren ausgerüstet werden.

Eine Umlaufschranke im Bereich Bockumer Straße/Margaretenweg wurde bereits von der Verwaltung in Auftrag gegeben. Sie soll verhindern, dass Kinder auf Fahrrädern ungebremst auf die Hauptverkehrsstraße rasen können. Ein grundsätzlich wünschenswerter Radweg an der Bockumer Straße könne aber nicht realisiert werden, da der Straßenquerschnitt zu klein sei, so dass dort die Fahrbahn genutzt werden muss.

Die Unfallstelle selbst, die Kreuzung Kalkstraße/Postenweg, erhält an allen Einmündungen Schraffierungen. Sie sollen ein Zuparken der Kreuzung und damit eine Sichtbehinderung verhindern.

Ein weiterer Wunsch der Politiker ist die Umgestaltung des Schützenplatzes, über den die rund 320 Schüler in die Schule gelangen. Dort gibt es keine markierten Wege, so dass der gesamte Verkehr bislang dort ungeordnet abläuft. Einzelne Vorschläge der Bezirkspolitiker wurden von der Verwaltung nicht aufgegriffen. Sie teilt aber mit, dass "im Rahmen einer fachtechnischen Planung durch das Amt für Verkehrsmanagement das Optimierungspotenzial und die damit verbundenen Kosten ermittelt werden.

Quelle: RP
 
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