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Düsseldorf
Startup-Verein hofft auf mehr städtische Aufträge für Gründer

Düsseldorf. Probleme wie in der Kfz-Zulassungsstelle würde es seltener geben, wenn die Stadt sich die Hilfe von Start-Ups holt. Das meint zumindest Hanns Tappen, Vorsitzender des Vereins Startup-Dorf. Gewinnen würden dadurch beide Seiten. Junge Technikunternehmen könnten helfen, Prozesse zu verbessern, wie etwa die Wartezeiten bei der Auto-Zulassung. Umgekehrt würde die Stadt aktive Wirtschaftsförderung betreiben. "Die Verwaltung könnte viel für junge Gründer tun", sagte Tappen bei einer Podiumsdiskussion im Boui Boui Bilk. Schließlich verteilt die öffentliche Hand eine Menge Aufträge - und könnte damit Gründer unterstützen.

Tappen war einer der Gäste der Diskussion "Digitale Stadt", die vom NRW-Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgerichtet und vom SPD-Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus moderiert wurde. Die Eingangsfrage lautete, wie sich die Gesellschaft durch die rasante technische Entwicklung verändert - aber so tief in das vielschichtige Thema kam das Gespräch nicht. Medien-Staatssekretär Marc Jan Eumann und der NRW-Piratenchef Patrick Schiffer stritten darüber, ob die Beschlüsse des EU-Parlaments in Sachen Netzneutralität zumindest eine gute Grundlage für die weitere Arbeit (Eumann) oder eine falsche Richtungsentscheidung (Schiffer) sind, viele andere Themen wurden höchstens kurz angetippt.

Wie es um die Digitalisierung steht, zeigte vielleicht am besten das Beispiel Schule. Visionen gibt es viele. Christian Rapp (Vodafone) erzählte von der Idee, dass das Klassenbuch durch ein Tablet ersetzt wird, das automatisch die Eltern auf dem Laufenden hält. Die Realität in Düsseldorf sieht aber ganz anders aus. Es könnte noch Jahrzehnte dauern, bis überhaupt alle Schulen mit Wlan ausgestattet sind. Startup-Lobbyist Hanns Tappen erinnerte sich daran, wie er einst selbst mit einem Startup die Schulen ans Netz bringen wollte. "Das war 1997."

(arl)
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