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"Steuersenkung würde Firmen entlasten"

Düsseldorf. Monheims Bürgermeister hat angekündigt, die Gewerbesteuer zu senken. Wir sprachen dazu mit Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft.

Wie stehen Sie zu den Plänen?

Grütering Das ist ein richtiger Schritt. Es greift der Wettbewerb unter den Kommunen um die Unternehmen im Land. Insgesamt sind die Hebesätze der Gewerbesteuer in NRW viel zu hoch. Andere Bundesländer, etwa Hessen, sind da besser.

Kritiker sagen, dass Städte wie Düsseldorf mehr Gewerbesteuereinnahmen brauchen, weil sie eine viel teurere Infrastruktur bereithalten müssen als etwa die Kleinstadt Monheim, die von Düsseldorfs Infrastruktur profitiert . . .

Grütering Es geht um Leistung und Gegenleistung. Aus unseren Erfahrungen haben gerade die Städte mit der höchsten Gewerbesteuer die niedrigsten Investitionen in ihre Infrastruktur. Monheim ist beim Ausbau des Breitbandinternets ja gerade ein Vorbild, was die Infrastruktur für Bürger und Unternehmen angeht - trotz niedriger Steuern.

Aber gibt die Gewerbesteuer bei der Standortentscheidung wirklich den Ausschlag? So groß sind die Summen nun auch nicht.

Grütering Ganz klar ist die Höhe der Gewerbesteuer eine wichtige Standortentscheidung. Weniger bei Bestandsfirmen, wohl aber bei solchen, die sich neu ansiedeln, wie jetzt die Chemiefirma Oxea, die von Oberhausen nach Monheim zieht, oder bei solchen, die expandieren.

Sollte Düsseldorf auch die Gewerbesteuer senken?

Grütering Eine Senkung der Gewerbesteuer würde den Unternehmen auch in Düsseldorf helfen und sie entlasten und so einen Standortvorteil für die Stadt bringen.

THORSTEN BREITKOPF FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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