| 11.43 Uhr
Großsilobrand im Hafen gelöscht
Stickstoff konnte Staubexplosion verhindern
Futter-Silo brennt im Hafen
Futter-Silo brennt im Hafen FOTO: Berger
Düsseldorf. Durch das Einleiten von Sticktoff hatte die Feuerwehr die Sauerstoffkonzentration in dem brennenden Silo so weit herabgesetzt, dass die Gefahr einer Staubexplosion eingedämmt wurde. Bis zum Samstagmorgen wurde das Silo mit Hilfe von Förderbändern geleert und die letzten Glutnester beseitigt.

An der Weizenmühlenstraße im Hafen war am Freitagmorgen einen Schwelbrand in einem Großsilo mit Futtermitteln ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte um 8.05 Uhr mit einem Großaufgebot aus. Betroffen waren rund 50 Tonnen Futtermittel. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch unklar. Laut Feuerwehr bestand keine Gefahr für die Bevölkerung.

Während des laufenden Produktionsprozesses hatte sich in einem der angeschlossenen Großsilos Futtermittel entzündet. Da es sich bei dem Silo um einen geschlossenen Behälter handelt, war die Rauchentwicklung nach außen hin minimal. Das Silo wird zurzeit gesichert.

Laut Feuerwehr war es ein Brand mit mehreren Glutnestern. Dieser muss mit einem speziellem Löschmittel bekämpft werden, da durch Wasser der Druck in dem Silo zu hoch werden könnte. Es wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet.

Die Feuerwehr forderte Sonderlöschmittel - Stickstoff in Gasform - an, dass von oben in das Silo eingegeben wurde, um es auf diese Weise mit Stickstoff zu fluten. Dadurch sollte eine Staubexplosion vermieden werden. Das Futter wurde außerdem aus dem Silo nach unten hin entleert und mit werkseigenen LKW abtransportiert. Die Einsatzkräfte wurden durch eine Spezialfirma aus Dortmund unterstützt. Auch die freiwillige Feuerwehr und Kräfte des Technischen Hilfswerks halfen bei den Löscharbeiten.

Die ganze Nacht über war die Feuerwehr im Einsatz. Nachdem sie letzte Glutnester, die nach dem Abtransport des Futters an den Förderschnecken sichtbar wurden, beseitigt hatte, traten die Einsatzkräfte gegen 11.30 Uhr den Rückweg an.

Die Höhe des Schadens ist bisher nicht bekannt.

Quelle: top/jco/ahem/anch
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