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Streit mit Geisel schadet der Bank

Düsseldorf. Gebannt schaut die Sparkassenwelt derzeit nach Düsseldorf. Denn selten in der jüngsten Vergangenheit haben Stadtspitze und Sparkasse einer Kommune so erbittert um eine Ausschüttung gestritten. Nun ist der Ball nach der Beanstandung der Bilanz durch den Oberbürgermeister bei der Sparkassenaufsicht. Und die hat noch keine Signale gesendet, wann mit einer Entscheidung zur rechnen ist, und auch nicht, wie sie ausfällt.

Das klingt banal, kann aber teure Folgen für die Stadtsparkasse haben. Denn obwohl die Bank eine Bilanz aufgestellt hat und diese vom Wirtschaftsprüfer testiert wurde, gibt es zurzeit wegen der Beanstandung keinen gültigen und rechtskräftigen Jahresabschluss. Das kann aber dann zum Problem werden, wenn die Bank sich am Markt mit Fremdkapital oder eigenkapitalähnlichen Instrumenten finanzieren möchte. Ohne eine gültige Bilanz wird das Rating der Stadtsparkasse deutlich schlechter ausfallen, oder gar nicht möglich sein. Ein schlechtes Rating bedeutet eine teurere Finanzierung, kein Rating bedeutet im Zweifel keine Finanzierung. Auf individuelle Vorgänge wie derzeit in Düsseldorf gehen die Rating-Agenturen nicht ein. Die Bank ist eine von vielen. Eine schnelle Klärung der Lage ist dringend von Nöten. Thorsten.Breitkopf

@rheinische-post.de

Quelle: RP
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