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Düsseldorf
Streit um Geld für Hundewelpen endet vor Gericht

Düsseldorf. Eine 20-Jährige soll einen Verkäufer um 350 Euro für einen jungen Schäferhund betrogen haben.

Nach dem Kauf eines Schäferhund-Welpens über das Internet sah sich eine 20-Jährige gestern einer Betrugs-Anklage beim Amtsgericht ausgesetzt. Denn die 350 Euro für den Hund soll sie nie bezahlt, soll dem Verkäufer stattdessen ihre Zahlungsbereitschaft bloß vorgetäuscht haben. Doch dagegen verwahrte sich die junge Frau energisch. Eine Quittung über die Bezahlung kann sie zwar nicht vorweisen, aber eine Zeugin dafür, dass sie das Hunde-Geld im Mai abgeliefert habe - allerdings bei einem Nachbarn des Verkäufers.

Ausgerechnet jener junge Mann blieb dem gestrigen Prozess allerdings fern. Gegen ihn wurde deshalb ein Ordnungsgeld von 200 Euro verhängt. Die Angeklagte gab nur zu, dass sie den Kaufpreis für den Hundewelpen nicht direkt am Tag der Abholung in Golzheim auf den Tisch des Verkäufers geblättert hat. Dieser 35-Jährige bestätigte als Zeuge, dass er mit der späteren Zahlung des Betrages einverstanden war. Doch bis heute habe er von den 350 Euro nicht einen Cent gesehen. Dabei beteuerte die Angeklagte, sie habe Tage nach dem Kauf mit einer Freundin (18 Jahre) genau diesen Betrag zum Verkäufer bringen wollte. Unterwegs habe man an einer Bahnhaltestelle aber zufällig einen Nachbarn des Verkäufers getroffen, der auch bei der Abwicklung des Hundekaufs dabei gewesen war. Und ihm habe die Angeklagte das ganze Geld dann zu treuen Händen übergeben. Beim Verkäufer angekommen ist davon aber bis heute nichts.

Ob der Nachbar dieses Geld wirklich empfangen, das Abliefern aber seit Mai vergessen haben könnte, ließ sich gestern vor Gericht nicht klären, da der Nachbar zum Zeugentermin nicht erschienen war. Das kostet ihn jetzt Ordnungsgeld - und zum nächsten Prozesstermin wird er auf Anweisung der Richterin dann von der Polizei abgeholt und bei Gericht vorgeführt.

(wuk)
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