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Düsseldorf
Streit um Rettungswege beim RRX

Chronologie: Der lange Weg zum Rhein-Ruhr-Express
Chronologie: Der lange Weg zum Rhein-Ruhr-Express FOTO: VRR
Düsseldorf. Bevor die Streckenplanung für den Rhein-Ruhr-Express konkret werden kann, müssen sich Stadt und Deutsche Bahn über Details des Projektes einigen. Die Feuerwehr fordert jetzt mehr Rettungsstrecken für den RRX.

Die Stadt Düsseldorf und die Deutsche Bahn führen seit Februar 2015 regelmäßig Gespräche, bei denen Detailfragen rund um die RRX-Streckenplanung abgestimmt werden, bevor das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird.  Die ersten Ergebnisse liegen nun vor und wurden den Mitgliedern der Bezirksvertretung 5 und 6 vorgestellt.

Kein Einvernehmen zwischen Stadt und Bahn herrscht dabei beim Thema Rettungswege. "Das ist noch ein großer Konfliktpunkt", sagt Klaus Lorenz vom Büro des Oberbürgermeisters. So will die Bahn gemäß der Richtlinien nur alle 1000 Meter einen Zugang zu der Gleisanlage schaffen. Die Feuerwehr Düsseldorf fordert aber aus Sicherheitsgründen, ebenso wie andere Wehren in Deutschland, alle 200 Meter einen Rettungsweg. "Wir versuchen jetzt einen Kompromiss zu erzielen, führen Ortsbegehungen durch und wollen ein Netz so dicht wie möglich erreichen", sagt Lorenz.

Geklärt wurde beispielsweise aber schon, wie die Entwässerung der Bahnstrecke erfolgen soll, der Schallschutz geregelt wird und welche der bestehenden Reit-, Fuß- und Radwege entlang der Strecke vom Ausbau von vier auf sechs Gleise betroffen sind, wie Ersatz geschaffen werden kann und wer die Kosten trägt. Der Reit- und Fußweg von der Siedlung Bahnhof Kalkum zur Lünensche Gasse zum Beispiel wird von der Verwaltung als "für die Bevölkerung von großen Interesse" eingestuft. Deshalb soll ein Ersatzweg entstehen, für den die Stadt wahrscheinlich aufkommen muss. Denn der bisherige Weg ist nicht öffentlich und verläuft über ein Grundstück der Bahn, darf somit von ihr überbaut werden. Das Ende des Weges Pannschoppen wiederum soll entfallen, da ein dortiges Schalterhäuschen nicht mehr benötigt wird. Damit soll gleichzeitig die Anfahrt zum illegalen Baden am Baggersee unterbunden werden.

Fest steht bereits, dass der Streckenabschnitt Kieshecker Weg bis zur A44 in Lichtenbroich eine sechs Meter hohe Schallmauer erhält. Wie aber der umstrittene Schallschutz in Angermund aussehen wird, dazu wollte sich Lorenz nicht äußern. "Bei einem kleinen runden Tisch werden in absoluter Vertrautheit zurzeit die Fakten zusammengetragen. Erst dann können die beiden Varianten, die vorgeschlagene Einhausung der Bürgerinitiative und die Schallmauer der Deutschen Bahn, verglichen und bewertet werden", sagt Lorenz. Er geht davon aus, dass vor den Herbstferien die Ergebnisse vorliegen und dann der Politik und der Öffentlichkeit vorgestellt werden können.

(brab)
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