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Düsseldorf
Streit um städtischen Stellenplan

Düsseldorf. Eigentlich will Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) die Verwaltung verschlanken. Bis 2020 soll etwa ein Fünftel der fast 10.000 Stellen wegfallen. Doch im kommenden Jahr werden möglicherweise erst einmal welche hinzukommen. So jedenfalls liest die CDU den Stellenplan für 2017, über den gestern nicht-öffentlich im Personalausschuss des Rates gesprochen wurde. Danach werden rund 370 Stellen neu geschaffen, 264 entfallen allein im Bereich Asyl/Flüchtlinge. "Diese Stellen kommen offenbar ,on top'", sagt Ausschuss-Vorsitzender Gero Skowronek. "Wir fühlen uns beim Thema städtischer Stellenplan getäuscht und werden diesen Mehrbedarf nicht einfach abnicken", sagt der CDU-Politiker. Irritierend sei angesichts der Geiselschen Vorgaben auch, dass die Personalkosten 2017 gegenüber 2014 um 70 Millionen auf etwa 602 Millionen Euro steigen sollen. "Dieser Plan ist einfach unehrlich", meint Skowronek.

Frank Spielmann (SPD) teilt diese Einschätzung nicht. "Der Plan muss doch noch durch Ausschüsse und Rat. Was wir benötigen, ist eine ehrliche Bestandsaufnahme, welche Leute wir wo genau mit welchen Kompetenzen brauchen. Am Ende steht dann ein neuer Stellenplan - und der wird auch ehrlich sein."

(jj)
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