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Düsseldorf
Streit um Standort des Salinenbrunnens

Düsseldorf: Streit um Standort des Salinenbrunnens
Kunstgießer Karl-Heinz Schmäke (links) und CDU-Bürgermeister Friedrich Conzen vor dem Salinenbrunnen. Er ist in der Gießerei Schmäke eingelagert. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Um den neuen Standort für den früher am Schadowplatz beheimateten Salinenbrunnen des verstorbenen Bildhauers Max Kratz ist ein politischer Streit entbrannt. Das Kunstwerk sollte zwischen Kloster- und Immermannstraße aufgestellt werden. Doch die Familie des Künstlers hat etwas dagegen.  Von Jörg Janssen

Eigentlich sollte das inzwischen weitgehend restaurierte Kunstwerk aus den 1960er Jahren schon bald wieder vor sich hin sprudeln, und zwar auf dem kleinen Platz zwischen Kloster- und Immermannstraße. Doch daraus wird womöglich nichts. Die Familie des verstorbenen Brunnenschöpfers Max Kratz (1921-2000) haben Einwände gegen den Platz. "Es geht dabei um Sichtbeziehungen und um die Bäume, die nach Einschätzung der Familie den Brunnen zu verschmutzen und zu verstopfen drohen", sagt Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement.

Auch Baumschützer und Grünen haben sich jetzt kritisch geäußert. Sie fürchten, dass nun möglicherweise Bäume gefällt werden, damit der Salinenbrunnen ungestört funktionieren kann. "Sehr ärgerlich und nicht akzeptabel", fände Grünen-Fraktionssprecher Norbert Czerwinski eine mögliche Fällung. Der Bereich rund um die Johanneskirche habe ohnehin unter Baustellen und Baumfällungen gelitten. "Die Bäume sind doch unschuldig, warum sollten sie weichen?. Vielmehr sollte sich die Verwaltung fragen, ob sie hier nicht von vorneherein besser hätte planen müssen", sagt Czerwinski und will in der heutigen Ratssitzung Genaueres zu diesem Thema erfahren.

Blome räumt ein, dass die Verwaltung bereits einen "beinahe sechsstelligen Betrag" für die Vorbereitung der Brunnenanlage ausgegeben hat. Übewiegend für die im Untergrund verlegte Technik. Den Vorwurf, hier Geld verschwendet zu haben, weist sie zurück: "Dass eine Brunnenanlage diesen Platz aufwertet, steht doch außer Frage. Sollte der Salinenbrunnen tatsächlich andernorts aufgebaut werden müssen, würden wir an der Klosterstraße eben eine andere Anlage errichten. Das Geld für die Technik im Untergrund wurde in keinem Fall vergeblich ausgegeben."

Eine Lösung am Rande des neuen Kö-Bogen-Areals an der Klosterstraße hält Blome aber nach wie vor für möglich. "Wir sind in engem Kontakt mit der Familie und werden klären, wie der Salinenbrunnen vielleicht trotz der Nähe der dort stehenden Bäume sauber gehalten werden kann."

Quelle: RP
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