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Düsseldorf
Streit um Zukunft der Schulbegleiter

Düsseldorf. Um die Zukunft der Schulbegleiter, die Kindern mit Handicap im Unterricht helfen, gibt es Streit. Bislang vermitteln rund 30 Anbieter solche Assistenten. Doch die Stadt will das ändern und hat die Stellen für die Begleiter von 420 Kindern neu ausgeschrieben, um sie bei nur noch zwei Anbietern zu bündeln. Zusätzlich plant sie, während des Unterrichts in begründbaren Fällen nicht mehr jedem Kind einen eigenen Begleiter zur Seite zu stellen.

Die unter der Überschrift "Pooling" diskutierten Pläne rufen nicht nur bisherige Anbieter, sondern auch die Eltern der Kinder mit Handycap auf den Plan. Ihr Vorwurf: Das "Pooling" hebele die UN-Behindertenrechtskonvention aus. Rund 80 Teilnehmer machten bei einem Treffen, zu dem der Verein "Gemeinsam Leben und Lernen in Düsseldorf" eingeladen hatte, ihrem Ärger Luft. Zwar lehnen viele Eltern "Pooling" nicht grundsätzlich ab, wohl aber das Vorgehen des Sozialamtes unter Leitung von Roland Buschhauen.

"Eltern haben vor allem die Sorge, dass ihr Kind einem Experiment zum Opfer fallen wird. Der mögliche Wegfall vertrauter Begleiter verunsichert die Betroffenen", meint Heike Götz vom Vereinvorstand. Buschhausen versteht die Sorgen, hält sie aber für unbegründet.

(jj)
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