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Rheinschifffahrt
Strom vom Land für Schiffe soll die Luft in Düsseldorf verbessern

Rheinschifffahrt: Strom vom Land für Schiffe soll die Luft in Düsseldorf verbessern
Zwischen Oberkasseler- und Theodor-Heuss-Brücke sollen zehn Steiger mit Strom versorgt werden. FOTO: pfw
Düsseldorf. Die Luft am Rhein wird für Spaziergänger, Sportler und Anwohner bald besser. Am Ufer sollen Stromleitungen entstehen, damit die Schiffe den Motor abschalten können.

Von den Schiffen, die zwischen Oberkasseler- und Theodor-Heuss-Brücke liegen, könnten so schon nächstes Jahr deutlich weniger Schadstoffe ausgehen. Der Ausstoß von Stickoxiden wird laut Umweltamt um bis zu 98 Prozent gesenkt, der Ausstoß von CO2 um rund 60 Prozent - sobald die Schiffe mit Strom versorgt werden und nicht mehr den Dieselmotor laufen lassen müssen.

Stadt und Stadtwerke lassen derzeit hinter den Absperrungen am Rheinufer die Leitungen legen. Ende Januar sollen die ersten beiden Steiger soweit sein, bis Ende nächsten Jahres sollen zehn entsprechend ausgerüstet sein, so das Ziel der beteiligten Ämter. Anschließend ist eine Fortsetzung des Programms nördlich der Theodor-Heuss-Brücke (bis zur Schnellenburg) angedacht.

Noch ist die Situation am Rhein eine andere. Wenn ein Schiff am Robert-Lehr-Ufer anlegt (etwa die Hotelschiffe während großer Messen), muss der Motor laufen, damit es an Bord Strom und Wärme gibt. Der Schadstoffausstoß ist enorm und wird schlimmer, je älter und größer der Motor ausfällt. Die Schiffsführer sollen künftig verpflichtet werden, Strom statt Diesel zu nehmen. Diese Maßnahme gilt als sinnvoll, um die Lage in der direkten Umgebung zu verbessern. Gesamtstädtisch ist der Effekt gering.

(hdf)
 
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