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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Studienstart für mehr als 4000 Erstsemester

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Studienstart für mehr als 4000 Erstsemester
In ihrer Rede vor den Erstsemestern in und vor dem Hörsaal zitierte Rektorin Anja Steinbeck den DJ David Guetta: "Work Hard, Play Hard". FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Für die neuen Studierenden der Heinrich-Heine-Universität hat am Montag das Semester begonnen - und damit ein neuer Lebensabschnitt. Von Laura Ihme und Anne Orthen (Fotos)

Vor ihrer Rede für die neuen Studierenden der Heinrich-Heine-Universität hatte sich Hochschulrektorin Anja Steinbeck von ihrem Sohn beraten lassen. "Er fängt nämlich heute sein Studium in Münster an und hat mir geraten: Sag bloß nichts Peinliches." Also versuchte es Steinbeck bei ihrer Rede am Vormittag im Hörsaal 3A der Uni mit den Worten von DJ David Guetta: "Work Hard, Play Hard."

Das bedeutet auf Deutsch so viel wie "Arbeite hart, spiele hart" und klingt zunächst nur nach Discomusik. Bei Steinbeck hatten die Worte jedoch auch einen ernsten Hintergrund: So motivierte sie die Studenten nicht nur zur Zielstrebigkeit, sondern ermutigte sie auch zum Innehalten: "Absolvieren Sie nicht einen Prüfungsmarathon nach dem anderen, sondern fragen Sie sich auch: Macht es mir Freude, was ich in meinem Studium tue?" Schließlich arbeite man im Studium auf einen Beruf für das Leben hin.

Wie erwachsen fühlt ihr euch jetzt? FOTO: Anne Orthen

In diesem Jahr haben 4209 Erstsemester ihr Studium an der Heine-Uni aufgenommen. Damit ist die Zahl der neuen Studierenden erneut gestiegen: Im vergangenen Jahr hatten noch 4073 Studenten an der Uni begonnen. Insgesamt studieren damit nun 32.597 Männer und Frauen an der Hochschule (2015: 30.775). Am beliebtesten waren in diesem Jahr die Fächer Biologie (445 neue Studenten), Germanistik (374), Medizin (364), Informatik (356) und Rechtswissenschaften (321).

Ob Natur-, Geisteswissenschaften oder die Medizin - eines eint die neuen Studierenden: Im schrecklich sprichwörtlichen Sinne hat für sie nun der Ernst des Lebens begonnen, vorbei sind die Zeiten betreuten Unterrichts mit Hausaufgabenkontrolle, und vorbei sind auch die Zeiten, in denen Mama und Papa noch überall helfend eingesprungen sind. Das Studium hat die früheren Schüler von jetzt auf gleich zu Erwachsenen gemacht - so fühlt es sich für die meisten zumindest an: "Ich fühle mich hier an der Uni schon erwachsener als vorher. Hier wird man zum Beispiel automatisch gesiezt. Das ist neu für mich", sagt Hannah Richter, die ab jetzt Medizin in Düsseldorf studiert. Umgezogen ist sie dafür nicht: Sie wohnt weiter mit ihrer Familie in Wittlaer. "Ich habe vier Geschwister. Das ist für meine Eltern schon teuer genug, da wollte ich auch lieber in Düsseldorf bleiben", sagt sie. André Maslowski kommt ebenfalls aus Düsseldorf, ist bei den Eltern ausgezogen und lebt seit Mai in seiner ersten eigenen Wohnung. Ganz die Heimat für das Studium der Linguistik verlassen wollte er nicht.

Ein wenig aufgeregter mit Blick auf das Studium ist Burhan Bucak. Er pendelt künftig von Mettmann an die Uni, wo er Informatik studiert. "Man ist plötzlich sehr viel mehr auf sich alleine gestellt, muss selbstständig alles organisieren", sagt er. Das sei eine neue Erfahrung. Weniger Sorgen um das Erwachsenwerden macht sich BWL-Studentin Jessica Uzclowski: "Das kommt noch. Jetzt fängt erstmal alles an."

Quelle: RP
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