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Düsseldorf
Suchtberatung und Therapie zurück an der Langerstraße

Düsseldorf. "Wir haben praktisch das ganze Haus auf den Kopf gestellt", sagt Karl-Heinz Broich, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie. Nach 18 Monaten Umbauzeit ist das Suchtberatungs- und Therapiezentrum wieder an seinem alten Platz. Zwischenzeitlich in die Fichtenstraße gezogen, öffnet man fortan auch ganz offiziell an der Langerstraße 2 in Flingern. Insgesamt 1,2 Millionen Euro hat der Umbau gekostet, die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und die Aktion Mensch steuerten 560.000 Euro bei.

Das neue Zentrum der Diakonie ist komplett barrierefrei, kein leichtes Unterfangen bei vier genutzten Etagen. Auf die Sanierung zu verzichten und in eine neue Immobilie zu ziehen, sei aber nicht in Frage gekommen, wie Anja Vennedey, Leiterin der Fachambulanz und Tagesklinik, sagt. "Die Langerstraße gehört zu unserer Identität. Nicht zuletzt wegen des Café Drrüsch, das gleich nebenan liegt", sagt Vennedey. Das Stadtteilcafé zählt Klienten der Diakonie wie alle anderen Nachbarn auch zu seinen Gästen.

Im neuen Suchtberatungs- und Therapiezentrum, zu dem auch eine Fachambulanz und eine Tagesklinik gehören, erhalten Menschen Hilfe, die Probleme mit Alkohol, Drogen, Medikamenten, Glücks- und Computerspiel haben. Die Fachambulanz bietet dabei Beratung für Suchtkranke und für deren Angehörige. In der Tagesklinik kommen die Klienten tagsüber zur Therapie, den Abend können sie dann zu Hause verbringen. Dazu kommt eine ambulante Reha, an der man nach Feierabend teilnehmen kann.

Im vergangenen Jahr betreuten die 28 Mitarbeiter des Zentrums insgesamt etwa 1200 Menschen. Dabei wurden etwa 4500 Einzel- und Paargespräche geführt. Die Abstinenzquote liegt ein Jahr nach der ambulanten Rehabilitation bei 70 Prozent, ein Jahr nach der Behandlung in der Tagesklinik bei knapp über 50 Prozent.

(lukra)
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