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Düsseldorf
Wo OB Thomas Geisel mitmischt

Thomas Geisel: Wo Düsseldorfs OB mitmischt
FOTO: Stadt Düsseldorf/dpa/Schnettler
Düsseldorf. Der SPD-Mann ist als Oberbürgermeister qua Amt in Gremien, setzt aber vieles noch freiwillig obendrauf.  Von Denisa Richters

Als hauptamtlicher Oberbürgermeister einer Großstadt wie Düsseldorf kann man über Langeweile nicht klagen: Das Amt bringt nicht nur jede Woche etliche repräsentative Termine, Sitzungen des engen Mitarbeiter-Stabs, der Stadtverwaltung und politischer Gremien mit sich.

Hinzu kommen viele Mitgliedschaften in Aufsichtsräten, Beiräten und Kuratorien. Manche sind verpflichtend, bei anderen kann sich der Rathaus-Chef vertreten lassen - etwa durch den Stadtdirektor. In Gremien, die ihm besonders wichtig sind, pocht er auf den Vorsitz: Das hat Thomas Geisel (SPD) beim Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf und den Aufsichtsräten von Messe, Rheinbahn, IDR sowie in mehreren Kuratorien gemacht.

Es gibt Mitgliedschaften, die kann ein OB trotz prallvollen Terminkalenders nicht ablehnen. Dazu gehören Karnevals- und Schützenvereine, die oft Ehrenposten anbieten. Auch Fortuna-Mitglied sollte ein Düsseldorfer Oberbürgermeister sein - selbst wenn sein Herz ebenso für Hertha BSC schlägt (bei dem Berliner Fußballclub ist Geisel seit Jahren Mitglied). Selbstverständlich ist Geisel auch kirchlich engagiert - und Mitglied der evangelischen Kirche. Und es ist nicht auszuschließen, dass in der Ämter-Liste das eine oder andere auch noch fehlt.

Thomas Geisel: 100 Tage im Amt FOTO: Bretz, Andreas

Für all diese Posten erhält das hauptamtliche Stadtoberhaupt übrigens nicht allzu viel Geld: Bis auf 6000 Euro im Jahr muss Geisel, der als OB auf ein Monatseinkommen von 13 742,17 Euro brutto kommt, alles abführen. Ausnahme: Die rund 41 000 Euro brutto im Jahr für den Verwaltungsratsvorsitz der Sparkasse darf er behalten. Doch oft geht es nicht um Geld, sondern um Macht - oder, netter formuliert, um Gestaltungsmöglichkeiten. Damit lässt sich erklären, weshalb der vielbeschäftigte Oberbürgermeister sich auch noch auf einen Vorstandsposten seiner Partei wählen ließ: Geisel kandidierte als Beisitzer des SPD-Unterbezirks und wurde mit großer Mehrheit gewählt. Damit ist er bei Vorstandssitzungen nicht nur dabei, sondern stimmberechtigt.

Thomas Geisel als neuer OB beim Ständehaus-Treff FOTO: Endermann, Andreas
Quelle: RP
 
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