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Düsseldorf
Thrombose-Behandlung rettet Leben

Düsseldorf. Vier Experten erklärten, was gegen Blutpfropfen getan werden kann. Von Ina Armbruster

Sie können lange unbemerkt bleiben und plötzlich lebensgefährlich werden: Blutpfropfen, die meist in den Beinen entstehen, sich schließlich lösen und in Richtung Lunge wandern. Lungenembolien sind laut der Deutschen Gesellschaft für Gefäßmedizin die dritthäufigste Todesursache bei Herz-Kreislauferkrankungen, nach Herzinfarkt und Schlaganfall. Zuletzt hatte der plötzliche Tod des CDU-Politikers Philipp Mißfelder das Thema wieder in den Fokus gerückt. Entsprechend groß war das Interesse an der Ratgeberveranstaltung "Risiko Thrombose und Lungenembolie", die die Rheinische Post in Zusammenarbeit mit dem Verbund Katholischer Kliniken (VKKD) im Maxhaus veranstaltete. Vier Experten erklärten, wie sich die Krankheit erkennen und behandeln lässt. "Die Diagnose Lungenembolie ist schwierig zu stellen", sagte Professor Theodor Königshausen, Ärztlicher Direktor des VKKD, in seiner Einführung. "Sie ist eine der am häufigsten verkannten Todesursachen."

Dass eine Abgrenzung etwa zur Lungenentzündung nicht immer einfach ist, weiß auch Professor Rolf-Michael Klein, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und konservative Intensivmedizin im Augusta-Krankenhaus. Deswegen sei es bei bestimmten Anzeichen wichtig, schnell einen Arzt aufzusuchen: "Das Blutgerinnsel behindert die Durchblutung der Lunge. Durch den Sauerstoffmangel leiden etwa 80 Prozent der Betroffenen an akuter Atemnot. Einige bekommen Brustschmerzen, Fieber oder Schwellungen in einem Bein."

Das Risiko eines Blutgerinnsels, also einer Thrombose, steigt im Alter. Auch eine Operation, Schwangerschaft, Übergewicht oder die Einnahme von Hormonen könne das Risiko steigen, so Privatdozent Rainer Zotz. Professor Ralf Kolvenbach, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Augusta-Krankenhaus, zeigte neue Behandlungsmethoden auf und hatte einen guten Tipp zur Vorbeugung: viel Bewegung.

Quelle: RP
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