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Düsseldorf
Tierschutzverein macht Tierärzten Vorwürfe

Düsseldorf. Von einem zunehmenden Trend der Verantwortungslosigkeit einiger Tierärzte berichtet der Düsseldorfer Tierschutzverein. "Rund einmal im Monat werden uns inzwischen Fälle genannt, bei denen die Ärzte keine Notfallbehandlung vorgenommen haben, obwohl sie vom Gesetz her dazu verpflichtet sind", sagt Monika Piasetzky, Vorsitzende des Vereins. In der Regel geschähe dies, wenn die Besitzer nur wenig Geld hätten und deshalb lediglich Ratenzahlung anbieten könnten. Ein aktueller Fall hat die Tierschützerin besonders entsetzt. So wurde am Dienstag bei einem Tierarzt in Wersten eine Katze abgegeben, die gefunden worden sei.

"Obwohl das Tier ganz offensichtlich todkrank war und starke Schmerzen hatte, hat der Arzt es nicht untersucht und auch nicht eingeschläfert. Stattdessen hat er uns angerufen. Er wollte wohl Kosten und Mühe sparen", sagt Piasetzky. Für sie ist das ein unverständliches Vorgehen, denn die Kosten beliefen sich auf wenige Euro. "Stattdessen wurde das Leid des Tieres unnötig verlängert. Wir haben den Fall nun der Tierärztekammer gemeldet." Piasetzky betont aber, dass es in Düsseldorf auch Tierärzte gebe, die Tieren in Not uneingeschränkt helfen würden.

(brab)
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