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Düsseldorf
Toulouser Allee: Süderweiterung lohnt sich nicht

Düsseldorf. Die Verlängerung der Entlastungsstraße bis zur Gerresheimer Straße soll nun wohl nicht kommen. Von Marc Ingel

Die als zu teuer erachtete Süderweiterung der Toulouser Allee bis zur Moskauer Straße wurde bereits Anfang des Jahres endgültig beerdigt. Nun wird wohl auch die kleine Lösung - eine oberirdische Erweiterung bis zur Gerresheimer Straße - ad acta gelegt. Laut Ergebnis eines entsprechenden Prüfauftrags an die Verwaltung, das jetzt in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 vorgestellt wurde, lohne sich diese abgespeckte Süderweiterung in Form einer zweispurigen Verlängerung plus Radweg und mit einem möglichen Anschluss bis zum Vinzenzplatz nicht. Allein die Anbindung an die Worringer Straße gilt nach wie vor als gesetzt. Sie soll eine Entlastung von durchschnittlich 13.000 Fahrzeugen bringen, allerdings würden sich die dafür benötigten Flächen zum Teil noch nicht im Besitz der Stadt befinden.

Zwar sei bei näherer Betrachtung deutlich geworden, dass eine Verlängerung bis zur Gerresheimer Straße trotz erheblicher Höhenunterschiede von vier Metern baulich grundsätzlich möglich ist. Die Flächeninanspruchnahme belaufe sich auf rund 4200 Quadratmeter, die Grobkosten würden 600.000 Euro betragen. Aus verkehrlicher Sicht würde die Verlängerung für den Knotenpunkt Worringer Straße/Am Wehrhahn/Adlerstraße allerdings zu keiner großen Entlastungen führen, denn diese neue Straße würde voraussichtlich nur von durchschnittlich 2800 Autos am Tag genutzt. "Eine derartige Investition ist daher nicht wirklich zielführend", sagte ein Vertreter des Amtes für Verkehrsmanagement.

Die geplante Wohnbebauung entlang der Worringer Straße mit rund 380 neuen Wohneinheiten würde auch nicht unbedingt zu einer messbaren Erhöhung des Verkehrsaufkommens führen. Eine notwendige Reduzierung der Fläche von mehr als 20 Prozent, die für den Straßenbau notwendig wäre, betrachte der Investor Aurelis aber städtebaulich wie wirtschaftlich als "nicht darstellbar".

Kritisch wird dabei von der Verwaltung nicht zuletzt gesehen, dass man eine zusätzliche Lärmquelle in dem ohnehin durch Bahn- und Verkehrslärm belasteten Gebiet produziere. "Die Verlängerung einer Radverkehrsanlage mit Anschluss an die Gerresheimer Straße ist allerdings grundsätzlich möglich und sollte im Zuge des Bebauungsplanverfahrens weiter konkretisiert werden", heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Davon abgesehen sieht auch die Verwaltung im Bereich dieses innerstädtischen Knotenpunktes Verbesserungsbedarf. So sei die eigene Linksabbiegespur von der Worringer in die Gerresheimer Straße (vom Worringer Platz kommend) wegen der geringen Frequentierung eigentlich überflüssig. Zwei Geradeausspuren würden hingegen für einen flüssigeren Verkehrsstrom sorgen.

Quelle: RP
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