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Düsseldorf
Zehn Dinge, die man zur Tour wissen muss

Tour de France 2017 in Düsseldorf: 10 Dinge, die man wissen muss
Regenschirm nicht vergessen: Das Wetter soll ungemütlich werden. (Archivbild) FOTO: Shutterstock/Stefan Holm
Düsseldorf. Das Wochenende steht komplett im Zeichen des Grand Départ. Die wichtigsten Infos über Ablauf, Zeiten, Verkehr, Sport und Wetter - für Zuschauer und für Tour-Abstinenzler. Von Arne Lieb

1. Die Tour läuft am Samstag und Sonntag

Die Landeshauptstadt ist der Ausrichter von gleich zwei Etappen des Radrennens. Die Auswirkungen werden am ganzen Wochenende zu spüren sein. Heute treten die Fahrer auf einem Rundkurs durch die Innenstadt an. Die 14 Kilometer lange Strecke startet und endet an der Messe und führt entlang des Rheins in Richtung Altstadt, über die Oberkasseler Brücke ins Linksrheinische und direkt über die Kniebrücke zurück. Wieder zur Messe geht es über Kö, Heine-Allee und entlang des Rheins.

Am Sonntag ist Düsseldorf dann der Start-Ort einer Etappe, die im belgischen Lüttich endet. Achtung: An diesem Tag sind auch etliche Stadtteile jenseits des Zentrums betroffen. Die Etappe führt durch Altstadt, Carlstadt, Hafen, Unterbilk, Stadtmitte, Pempelfort, Düsseltal, Grafenberg und Gerresheim. Nach einem Schlenker durch den Kreis Mettmann erfolgt ein zweites Stück durch Düsseldorf, diesmal durch Rath, Mörsenbroich, Derendorf und über die Theodor-Heuss-Brücke nach Niederkassel, Oberkassel und Lörick. Von dort geht es nach Meerbusch - und noch ein drittes und letztes Mal kurz nach Düsseldorf zurück: Auf dem Weg nach Neuss läuft die Route über den Handweiser in Heerdt.

2. Am Samstag startet das Rennen am Mittag, am Sonntag morgens

Vor den Fahrern verkehrt bei der Tour traditionell die Werbekarawane, in der sich die Sponsoren präsentieren und Präsente ins Publikum werfen - eine Art Karnevalszug. Am Samstag startet dieser um 13.45 Uhr. Der erste Fahrer soll um 15.15 Uhr auf die Strecke gehen. Das Zeitfahren läuft bis gegen 18 Uhr. Am Sonntag wird sich die Karawane bereits gegen 10 Uhr in Bewegung setzen. Um 12 Uhr rollen die Fahrer in der Altstadt los. Sie bewegen sich zunächst gemächlich auf einer Show-Runde durch den Medienhafen. An der Fischerstraße (vor dem Ergo-Gebäude) erfolgt dann gegen 12.30 Uhr der offizielle Start.

3. Es gibt sehr viele Sperrungen

An beiden Tagen ist der Verkehr stark eingeschränkt, insbesondere am Sonntag lassen sich viele gewohnte Strecken nicht befahren. Bereits gestern begannen die Sperrungen für das Zeitfahren, die heute Abend gegen 19 Uhr aufgehoben werden sollen. Unter anderem ist der Rheinufertunnel nicht befahrbar. Am Sonntag gelten die noch umfangreicheren Beschränkungen von 9 bis gegen 16 Uhr. Das Verkehrskonzept ist sehr umfangreich, für Nachfragen hat die Stadt die Rufnummer 0211 115 eingerichtet. Die Sperrungen und Umleitungen im Detail unter: www.rp-online.de/tour

4. Zur Fortbewegung empfiehlt sich die Bahn

Am einfachsten kommt man heute und morgen mit Straßen- und U-Bahnen durch die Stadt. Heute fahren fast alle Linien die gewohnte Strecke. Am Sonntag wird es komplizierter, denn einige können nicht ihre gesamte Route abdecken - also informieren. Ein praktisches Verkehrsmittel für Tourbesucher (und Anwohner) ist das Fahrrad: Die Stadt hat diverse Fahrradparkplätze an der Strecke aufgebaut.

5. Es gibt Park-and-Ride-Plätze

Wer mit dem Auto von außerhalb anreisen will, kann einen der Plätze an Messe, Fashion House, Uni, Mitsubishi Electric Halle, Lausward und Dome nutzen und das letzte Stück mit der Bahn absolvieren. Es gilt nur Barzahlung (20 Euro). Infos unter: www.parkvogel.de/granddepart/

6. Viele Feste an der Strecke sind geplant

Beim Grand Départ geht es nicht nur um Radsport, er soll auch ein Volksfest sein. Die offizielle Party läuft um den Landtag. Das "Festival du Tour" ist für heute von 11 bis 21 Uhr und für morgen bis 19 Uhr geplant. Auf dem Burgplatz gibt es eine LED-Wand und heute ein Bühnenprogramm von 12 bis 21 Uhr. Auch an anderen Plätzen der Innenstadt wird gefeiert, zudem treffen sich Vereine, Freundeskreise und Firmen entlang der Strecke.

7. Düsseldorf hat keinen Berg, aber eine Bergwertung

Sportlich verhält es sich wie folgt: Beim heutigen Zeitfahren starten 198 Athleten (davon 16 Deutsche) mit je einer Minute Abstand und fahren einzeln gegen die Uhr. Das hat für Zuschauer den Vorteil, dass sie Sport über mehrere Stunden erleben. Am Sonntag startet das Feld gemeinsam, zieht also entsprechend schnell vorbei. Es gibt eine kuriose Besonderheit: Der 113 Meter hohe Hügel auf dem Weg zur Galopprennbahn läuft bei der Tour als "Côte de Grafenberg", dort wird die erste Bergwertung genommen. Wer hätte gedacht, dass Düsseldorf mal zu dieser Ehre kommt.

8. Regenjacke nicht vergessen

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für heute Dauerregen. Erst am Abend bleibe es trocken, teilten die Meteorologen mit. Mit Sonne sei nicht zu rechnen. Die Höchsttemperaturen lägen bei 18 Grad. Am zweiten Tourtag soll es ein bisschen besser werden. Zumindest am Vormittag gebe es keinen Regen. Am Nachmittag werden wohl wieder Schauer einsetzen und erst am Abend aufhören. Ein wenig Hoffnung bleibt: Auch zur Teampräsentation war schlechtes Wetter angesagt, es blieb lieblich. In jedem Fall gilt: Regenkleidung mitnehmen!

9. Es gibt Speisen rund um die Strecke

Viele Gastronomen stellen Stände auf, es gibt ein breites Angebot von Bratwurst über Frozen Yogurt bis zu bretonischen Spezialitäten. Die größten Gastrozonen gibt es am Graf-Adolf-und Grabbeplatz. An der Strecke sind auch Toiletten aufgestellt.

10. Einige Bäder und die Kunstsammlung sind geschlossen

Weil die Anreise kaum möglich ist, bleibt das Rheinbad am Samstag geschlossen, am Sonntag ist das Strandbad Lörick dicht. Das Hallenbad Bilk bleibt an beiden Tagen zu. Die Kunstsammlung schließt am Samstag beide Häuser, am Sonntag ist das K21 geöffnet. Der Zutritt zu NRW-Forum und Museum Kunstpalast ist nur über Sondereingänge möglich.

Quelle: RP
 
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