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Tour de France
Sorge um TV-Übertragung des Tourstarts in Düsseldorf

Tour de France 2017: Sorge um TV-Übertragung des Starts in Düsseldorf
Beim "Race am Rhein" erprobten die Organisatoren im vergangenen Jahr die Tour-Strecke. Bald steht das echte Rennen an. FOTO: Achim Blazy
Düsseldorf. Noch immer will sich die ARD nicht festlegen, ob sie den Auftakt der Tour de France 2017 live überträgt. Rund fünf Monate vor dem Großevent sind weitere wichtige Fragen offen - unter anderem der Hauptstreitpunkt Finanzen. Von Christian Herrendorf und Arne Lieb

Die Vorbereitungen für das Gastspiel der Tour de France gehen in die letzte Phase - und noch immer sind wichtige Fragen nicht beantwortet. Am Donnerstag trifft sich wieder die Kommission aus Politik und Stadtverwaltung, die den Grand Départ vorbereitet. Das ist der Zwischenstand für die wichtigsten Punkte:

  • Die Strecke für beide Etappen durch Düsseldorf steht fest

Es ist inzwischen fix, auf welcher Route das Rennen verlaufen wird. Am Wochenende 1. und 2. Juli fährt die Tour durch Düsseldorf. Die erste Etappe am Samstag ist ein Rundkurs durch die Innenstadt, am Sonntag geht es über 202 Kilometer zunächst durch Düsseldorf (größtenteils auf der Strecke des "Race am Rhein") und weiter ins belgische Lüttich. Die Details waren lange verhandelt worden.

Die zweite Etappe der Tour de France 2017

Hier sehen Sie ein Video von der Strecke der ersten Etappe der Tour de France 2017.

  • Die ARD weiß noch nicht, ob sie live aus Düsseldorf sendet

Das wäre der Alptraum für die Organisatoren: Die ARD hat noch immer nicht entschieden, ob sie die Tour überträgt. Der Grund sind die mäßigen Quoten in den beiden vergangenen Jahren, in denen das Rennen nach einer Pause wegen der Doping-Skandale wieder im Ersten zu sehen war. Nur rund 1,2 Millionen Zuschauer (Marktanteil: zehn Prozent) verfolgten die Übertragung. In der nächsten Woche soll die Entscheidung fallen, heißt es auf Anfrage. Im Rathaus gibt man sich optimistisch: Die Gespräche stünden vor dem Abschluss. Zu sehen sein wird das Spektakel auf Eurosport, dort schauen aber in der Regel nur 200.000 bis 400.000 Zuschauer zu.

Lesen Sie hier den Kommentar unseres Autoren Christian Herrendorf: "Mit dem Ersten säh's besser aus"

Pressekonferenz zur Strecke der Tour de France 2017 FOTO: rtr, SAA/
  • Der Zuschuss durch Sponsoren ist noch zu niedrig

Um die Finanzierung gab es von Anfang an politischen Ärger. Aktuell liegen die Einnahmen durch Sponsoren bei 4,1 Millionen Euro, mehr als die Hälfte davon kommt nicht von Stadt-Tochterfirmen. Das vereinbarte Ziel ist es, den Betrag auf 6,3 Millionen Euro zu erhöhen, um den städtischen Zuschuss zu den Kosten zu senken. Diese werden derzeit auf elf Millionen Euro prognostiziert. "Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg", sagt Sportdezernent Burkhard Hintzsche. Von diesem Punkt dürfte abhängen ab, wie stark weitere Konflikte im Stadtrat werden.

Das denkt die Region Düsseldorf über die Tour de France
  • Für das VIP-Dorf im Nordpark fehlt weiter die Erlaubnis

Für normale Zuschauer wird es keinen Unterschied machen, ob der Tour-Veranstalter A.S.O. sein Dorf für VIP-Gäste im Nordpark aufbauen darf. Vielleicht aber für den Steuerzahler: Wenn der Rat die Genehmigung versagt, muss die Stadt eine andere Fläche direkt an der Strecke zur Verfügung stellen, dadurch entfällt Raum für eigene Sponsoren. In der Sitzung heute wird eine veränderte Planung vorgestellt, die den Eingriff in den Park minimiert. Die Zustimmung von SPD und Grünen gilt als sicher, CDU oder FDP müssten von ihrer bisherigen Ablehnung umschwenken.

  • Kraftwerk spielt so gut wie sicher im Ehrenhof

Eine offizielle Bestätigung fehlt immer noch, aber der künstlerische Höhepunkt gilt als so gut wie sicher: Die Elektro-Pioniere von Kraftwerk und die französischen Kollegen von Air sollen am Samstag, 1. Juli, im Ehrenhof auftreten. Der Vorverkauf hat bislang nicht begonnen, auch die Ticketpreise sind noch unklar.

Alle deutschen Tour-Etappensieger FOTO: AFP
  • 1810 freiwillige Helfer haben sich gemeldet

Die Suche nach "Volunteers" läuft gut: Bis zu 2000 Freiwillige sollen bei Streckensicherung oder Gästebetreuung helfen, und das auch schon in den Tagen vor dem Start des Rennens. 1810 Menschen haben sich bislang gemeldet. Im Mai gibt es einen Kennenlern-Termin, die Anmeldung ist über die Internetseite der Stadt weiter möglich. Die Stadt sucht noch einen Sponsor, der die Freiwilligen ausstattet. Das Modehaus Breuninger war im Gespräch, hat sich aber dagegen entschieden.

Quelle: RP
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