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Düsseldorf
Tour-Finanzierung noch mit großer Lücke

Sportliche Kooperation zum Grand Départ
Düsseldorf. Fünf Millionen Euro beim "Grand Départ" noch ohne Gegenfinanzierung - Mehrheit im Rat ungewiss. Von Denisa Richters

Auch nach der Sondersitzung der Kleinen Kommission zum "Grand Départ 2017" ist nicht klar, ob es am 7. Juli im Stadtrat eine breite Mehrheit für das Finanzierungskonzept geben wird. Eine Annäherung scheint aber möglich. Entscheidend wird sein, wie sich die CDU positioniert. Sie spricht sich - anders als die FDP - nicht prinzipiell gegen den Tour-Start aus, macht aber zur Bedingung, dass die Kosten durch Sponsorengelder so niedrig wie möglich gehalten werden. Derzeit liegt die Deckungslücke bei der Finanzierung noch bei knapp fünf Millionen der berechneten Gesamtkosten von 11,2 Millionen Euro.

Fotos: Pressekonferenz zum Tour Start 2017 in Düsseldorf FOTO: dpa, mjh fdt

Die fest einberechneten Sponsoreneinnahmen belaufen sich laut dem Papier, das der Kommission vorgelegt wurde, auf rund zwei Millionen Euro. Darin enthalten sind zugesagte 500.000 Euro des Flughafens und eine Million Euro von der Messe, die aber noch nicht von den Gremien freigegeben sein sollen. Die Sponsoren sind bis auf die städtischen Beteiligungen anonymisiert, die aufgelisteten Gelder sind nach den Kategorien "fixe Vereinbarungen", "Zusage" und "erfolgversprechende Verhandlungen" aufgeteilt.

Als fix vereinbart stehen 100.000 Euro eines Beratungsunternehmens, 150.000 Euro eines Großkonzerns sowie 19 kleinere Beträge unterschiedlicher Branchen. Weitere 2,5 Millionen Euro erhofft man sich durch Verhandlungen. Zudem gibt es eine Zusage des Fotokünstlers Andreas Gursky, den Tour-Start durch eine Schenkung in Höhe von einer Million Euro zu unterstützen. Da die FDP wohl mit Nein stimmen wird, hat die Ampel-Kooperation mit SPD und Grünen keine Mehrheit. Auf die Stimmen der Rechten wollen die Grünen nicht erneut angewiesen sein.

Fotos: "Tour de France - Das goldene Zeitalter" FOTO: Presse Sports

Deshalb hofft man auf die CDU. Deren Forderung, die Gewerbesteuereffekte aus der Kalkulation herauszunehmen, wurden erfüllt. Nun möchte man noch Klarheit, wie die Sponsorengelder auf Kernveranstaltung und Neben-Events verteilt sind. Am Montag will sich die CDU entscheiden.

Quelle: RP
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