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Düsseldorf
Tragbare Geräte sind Trend bei Medica

Tragbare Geräte sind Trend bei Medica 2016 in Düsseldorf
Die Embrace Watch kann physiologischen Stress und Erregung messen, außerdem Schlafqualität und physische Aktivität. Die Geräte-Kombination soll Epileptikern mit der Vorhersage von Anfällen helfen. FOTO: Hans-Jürgen Bauer, dpa, Messe
Düsseldorf. Bis Donnerstag ist die weltgrößte Medizinmesse Medica in Düsseldorf geöffnet. Vor allem High-Tech aus der Fitnessbranche hält Einzug in die Medizin. "Wearables" sollen das Leben von Kranken und Senioren erleichtern. Von Thorsten Breitkopf

Mit dem Auftaktbesuch von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) startet heute die weltgrößte Medizinmesse Medica 2016 mit erstmals mehr als 5000 Ausstellern aus 68 Nationen sowie die Compamed 2016. Als führende Fachmesse für die Zulieferer der Medizintechnik-Industrie zählt sie 774 Aussteller aus 37 Staaten und findet in diesem Jahr zum 25. Mal parallel zur Medica statt. Insbesondere so genannte "Mobile Health"-Lösungen sind die Höhepunkte der Messe. Ein Überblick.

Für Asthmatiker Der Bereich tragbarer Technologien, kurz Wearables wartet mit vielen Neuheiten auf. Auf dem Wearable-Technologies-Gemeinschaftsstand in Halle 15 präsentieren Start-ups Spannendes für den Einsatz in der Medizin. "ADAMM" von HealthCare Originals ermöglicht es etwa Asthmatikern, Kontrolle über ihre Krankheit zu erlangen. Das flexible Wearable in Form eines Pflasters ist mit einer aufladbaren Batterie ausgestattet, kann überall am Oberkörper getragen werden und überwacht Husten und Atmung, misst Temperatur und Herzfrequenz und analysiert pfeifende Atemgeräusche.

Livia funktioniert als Clip am Hosenbund. Von dort lassen sich damit Menstruationsschmerzen quasi ausschalten, verspricht der Hersteller. FOTO: Messe

Regelbeschwerden Livia funktioniert als Clip am Hosenbund. Von dort sollen sich damit Menstruationsschmerzen quasi ausschalten lassen. Das Gerät wirkt auf die Wellenlängenfrequenz von Menstruationsschmerzen ein und verhindert laut Hersteller, dass die Nerven das Signal an das Gehirn weitertransportieren können.

Stress und Schlaf Empatica präsentiert Wearables in Form einer Uhr und eines Spezialarmbandes. Die Embrace Watch und das E4 Wristband können physiologischen Stress und Erregung messen, außerdem Schlafqualität und physische Aktivität. Die Geräte-Kombination hilft Epileptikern bei der Vorhersage von Anfällen, trägt zu deren Analyse bei und auch zur Benachrichtigung von Angehörigen bei akuter Gefahr.

Ein neuer Hausnotruf von Philips erkennt, wenn der Träger stürzt. FOTO: Messe

Zuhause im Alter Eines der größten Risiken für den Verlust der Selbstständigkeit im Alter sind Stürze. Laut Statistik stürzt rund jeder Dritte der über 65-Jährigen einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es jeder Zweite. Im Rahmen der Medica startet Philips das System HomeSafe in Deutschland. Dieses Hausnotrufsystem besteht aus einer Basisstation und einem am Handgelenk oder um den Hals getragenen Funksender. Erkennen die im Funksender integrierten Sensoren einen Sturz, lösen sie automatisch einen Notruf aus. Dank "Predictive Analytics" ist CareSage von Philips in der Lage, auf Grundlage der Hausnotrufdaten das Risiko für eine Krankenhauseinweisung innerhalb der nächsten 30 Tage vorherzusagen. So können bei einer ungünstigen Prognose früh genug Maßnahmen zur Vermeidung eines Krankenhausaufenthaltes veranlasst werden.

Quelle: RP
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