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Düsseldorf
Trecker-Doktor seit mehr als 20 Jahren

Düsseldorf: Trecker-Doktor seit mehr als 20 Jahren
Ralf Hüngsberg ist der Retter in der Not für Anhänger und Trecker beim großen Rosenmontagszug in Düsseldorf. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Ralf Hüngsberg ist der Retter des Rosenmontagszugs. Denn wenn auch nur ein Trecker oder Anhänger den Geist aufgibt, bleiben die knapp 80 Wagen komplett stehen. Er repariert an Karneval seit 22 Jahren. Von Thorsten Breitkopf

Wenn nichts mehr geht, im großen Zoch am Düsseldorfer Rosenmontag, dann ist Ralf Hüngsberg der Mann der Stunde. Denn ob die Mutter quietscht, ein Reifen von Scherben aufgeschlitzt wurde oder der Trecker der "KG Immer juht drop" nicht anspringen will. Ralf Hüngsberg ist zur Stelle und der Retter in der Not. Als Beauftragter der Firma First Stop sorgt er dafür, dass beim Zoch alles rund läuft - nicht was das jecke Treiben angeht, sondern die pure Technik. Glasscherben und Schrauben in den Reifen der Traktoren und Anhänger sind die häufigsten Probleme, mit denen Hüngsberg zu kämpfen hat. An der Bilker Allee, Kreuzung Corneliusstraße hat Hüngsberg mit seinem weißen Lastwagen Stellung bezogen, während der Zug an diesem Tag seinen Lauf nimmt. Vollgepackt mit Werkzeugen für die großen Gefährte ist Hüngsbergs Laster.

Wie viele Einsätze er hat? "Jedes Jahr ganz anders, es kann plötzlich kommen", meint Hüngsberg. Nur ein einziges Mal hat er einen Wagen nicht mehr flott gekriegt. Vor einigen Jahren sei der Wagen des CC sabottiert worden. Jemand hatte Schrauben in die Reifen gedrückt. An der Oberkasseler Brücke war dann Schluss. Die Karnevals-Oberen mussten den Zoch von der Tribüne aus beobachten.

Gestern erwischte es die Karnevalsgesellschaft Räbbelche aus Reisholz. Schon am morgen machte ein Reifen Faxen. Ausgerechnet auf der Königsallee machte er dann buchstäblich schlapp. Hüngsberg kam schnell zur Hilfe - und lobte am Abend die Jecken der Räbbelche, die tatkräftig mit anpackten beim Reifenaustausch. Für den Zoch war das freilich zu spät, nach der Reparatur war nur noch die Fahrt heimwärts nach Reisholz möglich. Doch im nächsten Jahr sind die Räbbelche wieder komplett mit dabei.

Quelle: RP
 
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