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Düsseldorf
Trickbetrüger weichen in Kneipen aus

Raub, Betrug, Diebstahl: Kriminalität in der Altstadt
Raub, Betrug, Diebstahl: Kriminalität in der Altstadt FOTO: Christoph Göttert
Düsseldorf. Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt: Es gibt in Düsseldorf kaum noch "Antänzer" in der Altstadt. Jedoch suchen sich die Betrüger neue Reviere.  Von Marc Ingel

In einer Sitzung der Bezirksvertretung 1 haben der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Mitte, Thorsten Fleiß, und die für den Norden zuständige Inspektionsleiterin Irmgard Baumhus (mit Golzheim, Pempelfort und Derendorf) die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr im Stadtbezirk 1 vorgestellt.

Ein Phänomen, von dem die beiden Beamten auf Nachfrage berichteten: Trickbetrüger und die so genannten "Antänzer" seien aus der Altstadt weitgehend verdrängt worden, "sie gehen dafür nun verstärkt in die Gaststätten rein", sagte Fleiß, auch aus den Straßenbahnen seien Fälle bekannt geworden, ergänzte Baumhus. Extrem professionell würden Banden am Flughafen vorgehen und etwa bei Großmessen gezielt arabische Besucher ausrauben. "Da waren wir zuletzt aber erfolgreich und hatten sehr viele Festnahmen", so Baumhus.

So schützen Sie sich vor Taschendieben FOTO: RP, Thomas Bußkamp

Die Zahlen der Statistik weichen ansonsten nur geringfügig von denen des Vorjahres ab. Eine positive Entwicklung ist bei den Verkehrsunfällen, an denen Kinder beteiligt waren, erkennbar (nur noch 14 statt 28 in 2014). Konstant hoch ist dagegen die Anzahl der Wohnungseinbrüche (450, allein 182 in Pempelfort). Allerdings: "Wir haben Aufgaben zentriert, uns breiter aufgestellt, Wachdienst und Kriminalkommissariat arbeiten viel enger zusammen", erklärte Baumhus. Bei Überprüfungen von Fahrzeugen werde zum Beispiel genauer hingeschaut, ob sich vielleicht Einbruchswerkzeug im Kofferraum befindet. Erfolge seien bereits in diesem Jahr erkennbar.

Dass die Anzahl der Körperverletzungen von 397 in 2014 auf 470 im Vorjahr angestiegen ist, kann Fleiß hingegen nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: "Wir sind einfach viel schneller vor Ort und können dementsprechend mehr dieser Fälle aufnehmen." Auch die Szene mit Rasern, die sich regelmäßig Rennen liefern würden (Fleiß: "Proletenszene in hochpreisigen Protzwagen") habe man im Auge.

Quelle: RP
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