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Organisierte Bande
Trickdiebe: Kö-Juwelier bestohlen

Die Schmuckdiebe von der Kö werden gesucht
Die Schmuckdiebe von der Kö werden gesucht FOTO: Polizei NRW
Düsseldorf. Die Auslage des edlen Geschäftes an der Kö 46 gestern Nachmittag: Dezent drapiert liegen dort sichtlich wertvolle Juwelen, die Stellagen aus beigem Samt sind keinesfalls üppig, sondern eher sparsam bestückt. Daher fällt es auch nicht auf, dass seit 14.50 Uhr zwei Ringe fehlen. Gestohlen von einer Gruppe offenbar gut informierter Diebe. "Eindeutig eine organisierte Bande," sagt der geschockte Inhaber Georg Hornemann. Von Hans Onkelbach

Und so lief der Coup - der offensichtlich gründlich geplant war, innerhalb weniger Minuten ab: Nach halb drei betreten drei Personen - zwei Männer, eine Frau - den Laden. Einer sieht "wie ein Tourist" aus (so später ein Zeuge), das Paar wirkt elegant, vor allem die Frau (ca. 50, kurze gelockte Haare, 160 cm groß, auffallende goldene Ohrringe) ist gut gekleidet. Bei ihrem Begleiter fällt der Lederhut und die goldene Brille auf.

Elegantes Paar lenkt Personal ab

Das Paar täuscht Kaufinteresse vor, der andere Mann nutzt eine Besonderheit dieses Geschäfts für seinen schnellen Zugriff: Die Schaufenstervitrine des Eingangsbereichs ist nach innen zwar geschlossen, nach vorne jedoch, also zur Schaufensterscheibe, ist sie offen. Zwischen dem inneren Glas des Schaufensters und der Vitrine klafft eine etwa zehn Zentimeter breite Lücke.

Der Täter kriecht unter die circa einen Meter über dem Boden frei stehende Auslage und greift von unten zu. Weil er von seiner Position aus nach oben nichts sehen kann, wird er von weiteren Komplizen, die draußen vor dem Laden stehen, über ein Funkgerät zu zwei wertvollen Ringen dirigiert. Er packt die Juwelen, steht auf und geht zur Tür, rüttelt an der Klinke. Der Eingang jedoch geht nur per Knopfdruck durchs Personal auf. Zwar ist man inzwischen misstrauisch geworden, lässt den Mann und das Paar aber dennoch hinaus.

Bei der Polizei heißt es dazu unter der Hand, das sei das dringend angeratene Verhalten in solchen Fällen, schließlich wisse man nicht, ob die Diebe bewaffnet sind und sich möglicherweise den Weg freischießen würden. Das Trio flüchtet also, die draußen wartenden Helfer - die Rede ist von zwei Personen - verschwinden ebenfalls.

Bei den Ringen handelt es sich um mit Brillanten besetzte Schmuckstücke. Der Wert jedes einzelnen wird inoffiziell mit "weit über hunderttausend Euro" angegeben.

Der Begleiter der Frau soll etwa 45Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Der eigentliche Dieb wird so beschrieben: Etwa 30 Jahre alt, schlank, 180 cm groß. Bekleidet mit weiten Jeans, einem trikotähnlichen, weißen Oberteil mit der Aufschrift "F50", außerdem mit einer weißen Mütze.

Hinweise an die Polizei: Telefon 8700

Quelle: RP
 
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