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Düsseldorf
Trio mehr als zehn Jahre nach Überfall vor Gericht

Düsseldorf. Zwei bewaffnete Überfälle und ein misslungener Raubversuch werden zwei Männern und einer Frau ab Freitag (12. Februar, 9.30 Uhr, Saal E.122) im Düsseldorfer Landgericht vorgeworfen. Die Täter, die angeblich vor zwölf Jahren einen Supermarkt in Eller sowie eine Drogeriefiliale in Lierenfeld ausgeraubt haben sollen, nutzten laut Anklage ihre Ortskenntnisse gezielt aus. Zwei der Angeklagten sollen in diesen Geschäften zuvor selbst gearbeitet haben. Zwei weitere Komplizen der damaligen Räuber sind in gesonderten Prozessen bereits verurteilt worden. Von Wulf Kannegiesser

Im März 2004 soll das jetzt angeklagte Trio beschlossen haben, mit weiteren Helfern und mit Waffengewalt die Tageseinnahmen eines Supermarkts an der Gumbertstraße in Eller zu rauben. Da zwei der Angeklagten früher in dem Supermarkt tätig gewesen sind, sollen sie nicht nur den Markt, sondern auch die Abläufe im Betrieb genau gekannt haben. So passten zwei bewaffnete Räuber am Tattag genau jenen Moment kurz nach 19.30 Uhr ab, in dem der Supermarkt schon geschlossen war und Angestellte einen Hintereingang öffneten, um Müll wegzubringen.

Zwei Angestellte wurden dabei mit täuschend echt aussehenden Schreckschusswaffen bedroht, in den Supermarkt zurückgedrängt, gefesselt und nach dem Tresorschlüssel durchsucht. Damit gelang es den Räubern damals, den Firmensafe zu öffnen und 7000 Euro zu erbeuten. Nur Tage später soll die Truppe einen weiteren Überfall auf eine andere Filiale der Supermarktkette an der Bonner Straße geplant haben. Weil zwei Komplizen sich in letzter Minute aber weigerten, auch diese Filiale über den Hintereingang zu stürmen und auszurauben, soll die Truppe ohne Beute wieder abgerückt sein.

Einige Tage später sollen die Angeklagten bei einem damals noch bestehenden Drogeriemarkt an der Kreuzburger Straße mit einem anderen Trick aber erfolgreich gewesen sein. Zwei Mittäter des Trios gaben sich dort laut Anklage als Kunden aus, packten geringwertige Waren auf das Laufband an der Kasse - und als eine Angestellte die Kasse öffnete, wurde ihr angeblich eine Schreckschusspistole an die Schläfe gesetzt, die Kassenschublade mit 1700 Euro Bargeld wurde ausgeräumt. Für den Prozess gegen das Trio hat das Landgericht bisher sechs Verhandlungstermine bis Mitte März angesetzt.

Quelle: RP
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