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Düsseldorf
TV-Star Malte Arkona gibt jetzt den Opern-Direktor

Düsseldorf. Der zweite "Opernbaukasten" für Kinder feierte gestern Vormittag Premiere. Das junge Publikum war begeistert. Von Nicole Lange

Man möchte für Düsseldorfs Opernchef Christoph Meyer hoffen, dass er sich über seinen Job vor Antritt weniger Illusionen gemacht hat als Malte Arkona. Der TV-Moderator entscheidet nämlich in der zweiten Folge des "Opernbaukastens", dass ihm die Arbeit als Regisseur zu stressig ist und er nun lieber einen ruhigeren Posten möchte. "Dann musst du Chef werden", rät ihm Bühnentechniker Horst (Norbert Kaulhausen). Und so fällt Arkona plötzlich die Aufgabe zu, den kompletten neuen Spielplan des Hauses zusammenzustellen.

Der "Opernbaukasten" soll Kinder ab sechs Jahren für die Musik begeistern. Moderator Arkona, der mehrfach den Echo Klassik in der Kategorie "Klassik für Kinder" gewonnen hat, hatte die jungen Zuschauer in der ersten Auflage des Formats hinter die Kulissen von Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" blicken lassen. In der Fortsetzung, die gestern Premiere hatte, geht es nun ums große Ganze: Wer entscheidet eigentlich, welche Opern es zu sehen gibt? Und wie?

Arkona und seine Mitstreiter auf und hinter der Bühne nehmen die Oper zwar ernst - servieren sie aber mit viel Humor und Augenzwinkern. So gibt's für das junge Publikum (und die Eltern) einerseits einen hörenswerten Querschnitt durch das Repertoire des Hauses von Donizettis "Don Pasquale" über Léhars "Der Graf von Luxemburg" bis zu - natürlich! - Bizets "Carmen". Andererseits aber auch reichlich Spaß und Action auf der Bühne. So erleben die Kinder, wie alle am Opern-Direktor zerren - vom Dirigenten (David Jerusalem) über eine ehrgeizige Sängerin (Monika Rydz) bis zu den langjährigen Opern-Abonnenten (Lisa Griffith/Johannes Preißinger), die nach eigener Überzeugung am besten wissen, was das Publikum hören will (nämlich Verdi, Wagner und Operetten). Arkona scherzt zwischendurch mit den Zuschauern - dann ist er am besten - und darf mit einer Arie aus "Don Giovanni" und stimmlicher Unterstützung des Dirigenten sogar auf Tenor machen. Beim "Chanson Bohème" aus "Carmen" sind dann Kinder und Eltern mit Singen dran.

Übrigens: Zwischen den Lachern ist das Publikum ein wirklich diszipliniertes. Es wird etwas mehr getuschelt als bei den Großen. Aber auch weniger gehustet.

Termine So., 26. März. 11 Uhr (Düsseldorf), 12. Februar und 25. Juni jeweils 15 Uhr (Opernhaus Duisburg).

Quelle: RP
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