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Düsseldorf
Uber-Werbung sorgt für Taxi-Ärger

Düsseldorf: Uber-Werbung sorgt für Taxi-Ärger
Stein des Anstoßes: ein Taxi am Warteplatz der Genossenschaft am Flughafen macht Werbung für Uber. FOTO: privat
Düsseldorf. An den Standplätzen der Düsseldorfer Taxen und in den sozialen Medien ist es immer öfter Thema: Düsseldorfer Taxifahrer machen auf ihren Fahrzeugen Werbung für den Konkurrenzanbieter Uber-Taxi. Verhindern lässt sich das nicht. Von Uwe-Jens Ruhnau

Dennis Klusmeier, Vorstandsvorsitzender der Taxi-Genossenschaft: "Natürlich ist das ein Verhalten, das der Genossenschaft schadet. Wir haben auch einen Ausschluss von Kollegen prüfen lassen, die für Uber Werbung machen." Dies sei aber nicht möglich. Grund sei die Monopolstellung der Taxi-Genossenschaft, die ein Vorgehen gegen die Werbung unmöglich mache. Dies gelte trotz der Existenz des Anbieters Rhein-Taxi.

Die jüngste Kritik entzündet sich am Foto eines Taxifahrers, der einen Kollegen am Taxi-Warteplatz am Flughafen aufgenommen hat. "Das ist doch unmöglich", beschwert sich Wolfgang Reinhardt, der seit mehr als 40 Jahren in Düsseldorf Taxi fährt. Die Genossenschaft habe den Platz eingerichtet und unterhalte ihn, jetzt mache dort sogar ein Taxi-Großunternehmer für die Billig-Konkurrenz Werbung. Dass der Großunternehmer (angeblich um die 50 Fahrzeuge) die Werbung auch noch auf dem Hof der Taxi-Zentrale haben aufbringen lassen, kann Klusmeier allerdings nicht bestätigen.

Der Vorstand habe versucht, auf die Kollegen einzuwirken, "aber wir hatten da keinen Erfolg", sagt Klusmeier. Die Fahrer meinten, durch Uber an zusätzliche Kunden zu kommen. "Dabei machen sie einen strategischen Fehler, denn sie geben langfristig Marktanteile da ab, wo sie mehr verdienen." Aktuell berichteten Taxifahrer von Rückgängen, da manche Kunden auf die Erhöhung der Tarife wegen der Einführung des Mindestlohns mit Zurückhaltung reagierten. Die Strecke Altstadt-Eller koste jetzt etwa drei bis vier Euro mehr, sagt Klusmeier, das mache nicht jeder mit.

Der US-Anbieter Uber hat vor einem Jahr auch in Düsseldorf seine Aktivitäten gestartet. Er startete mit Privatfahrern, die zu Tiefstpreisen ihre Dienste offerierten. Heute muss jeder Uber-Fahrer den Personenbeförderungsschein haben oder Taxi-Fahrer sein.

Quelle: RP
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