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Düsseldorf
Überwachung des Verkehrs und OSD bald eine Einheit

Düsseldorf. Die 150 Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes und die 190 Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung sollen zusammengelegt werden. Das bestätigte Ordnungs- und Verkehrsdezernent Stephan Keller auf Anfrage unserer Redaktion.

Das Ziel sei "eine einheitlich stringente Führung". Da die Leitung der Verkehrsüberwachung vakant ist, seit Norbert Preiwuß in den Ruhestand gegangen ist, gilt als wahrscheinlich, dass OSD-Chef Holger Körber beide Dienste leiten wird.

Mit dem von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ausgegebenen Konzept 2020, bei dem in den nächsten Jahren ein Fünftel der insgesamt 10.000 städtischen Stellen abgebaut werden soll, werden auch im Bereich des Ordnungsamtes etwa 20 Prozent entfallen. Synergien verspricht sich Keller durch die Zusammenlegung vor allem deshalb, weil beispielsweise Leitstelle, Beschwerdemanagement, Aus- und Fortbildungsbedarf gemeinsam abgewickelt werden können. "In der Öffentlichkeit wird oft ohnehin nicht zwischen OSD und Verkehrsüberwachung unterschieden."

Die Mitarbeitervertretung ist über die Absicht der Stadtspitze informiert, förmliche Gespräche hat es laut Wolfgang Hose, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Gesamtpersonalrats, aber noch nicht gegeben. Auch seien die Details der Fusion nicht bekannt: "Wenn Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung OSD-Aufgaben übernehmen sollen, brauchen sie eine entsprechende Ausbildung und Höhergruppierung", sagt Hose. Keller betont, dass dies nicht vorgesehen sei.

Im Zuge der Einsparmaßnahmen soll auch das Versicherungsamt geschlossen werden. Es berät Bürger, aber auch städtische Mitarbeiter bei Fragen zu Renten-, Kranken-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung.

(dr)
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