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Düsseldorf
Umfrage: Düsseldorfer Firmen sind optimistisch für 2016

Düsseldorf. Vorsichtig positiv - so sehen Unternehmen das kommende halbe Jahr, wie der "Konjunkturmonitor 2016" der Unternehmerschaft zeigt. Die Auftragslage sieht bei der Mehrheit der 506 befragten Firmen entspannter aus als im Vorjahr. 22 Prozent haben im vierten Quartal 2015 mehr Aufträge verzeichnet als im dritten Quartal. Im vorherigen "Konjunkturmonitor" lag diese Zahl bei 18 Prozent. Gleichbleibend gut ist die Auftragslage bei 38 Prozent der befragten Betriebe. 2014 sagte dies ein knappes Drittel. Der Umsatz ist bei 58 Prozent besser oder gleichbleibend gut (2014: 49 Prozent). Von Katharina Pavlustyk

So fallen auch die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate optimistischer aus als vor einem Jahr: 22 Prozent gehen von einem besseren Geschäftstrend aus, ein Prozent mehr als 2014. 49 Prozent der Befragten erwarten gleichbleibend eine gute Geschäftslage, ein Plus von 15 Prozent im Vorjahresvergleich. "Eine Verschlechterung wird von weniger Unternehmen gesehen", sagte Andreas Bruns, Vorsitzender der Unternehmerschaft und Präsident von Henkel Deutschland. Die Ergebnisse der Umfrage bewertet er mit Blick auf die Wirtschaftslage als "überraschend und erfreulich" zugleich. Der Welthandel wachse nur schwach. Und das Gros der Mitgliedsfirmen der Unternehmerschaft konzentriere sich auf den Export, so auch der Kranhersteller Terex. Um sich für die Zukunft besser aufzustellen, insbesondere gegenüber der Konkurrenz aus China, werde bei Terex eine Fusion mit dem finnischen Unternehmen Konecranes vorbereitet. Über die Preisschiene, sagt Geschäftsführer Mathias Dobner, sei der Wettbewerb mit asiatischen Firmen nicht zu gewinnen, aber über die besten technologischen Entwicklungen.

Die schwierige Lage auf den Weltmärkten "bezahlte" Terex im vergangenen Jahr mit Stellenabbau. Die Zahl der Azubis soll jedoch laut Dobner gleich bleiben. "Tendenz steigend." Insgesamt planen 18 Prozent der befragten Firmen, Lehrstellen abzubauen. 2014 waren es noch 15 Prozent. 15 Prozent wollen mehr Azubis einstellen (zehn Prozent im Vorjahr), bei 67 Prozent (75 Prozent im Vorjahr) soll alles beim Alten bleiben. Ein Viertel der Unternehmen plant einen Stellenabbau im gewerblichen Bereich (2014: 20 Prozent), ein Drittel bei den Angestellten (2014: 23 Prozent). Der Rest will Stellen schaffen oder die aktuelle Zahl der Mitarbeiter beibehalten. Die Zahlen drücken laut Bruns die Vorsicht der Unternehmen aus. Und diese sehen auch lokalpolitische Entwicklungen nicht ohne Sorge: So würde der Bau der Trasse für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Dortmund und Köln den Zugang von Firmen zum Hafen Reisholz abschneiden. Es gibt laut Dobner eine simple Lösung: eine Unterführung unter der Bahntrasse. Kosten: dreieinhalb bis vier Millionen Euro. Man sei in Gesprächen mit der Stadt. "Eine politische Entscheidung ist schnellstmöglich notwendig", betonte Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände.

Quelle: RP
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