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Düsseldorf
Uni hat jetzt ein Haus in der Stadt

Düsseldorf. Mit Führungen, einem Konzert unter freiem Himmel und einem Festakt wurde das Haus der Universität eröffnet. Von Jörg Janssen

Für Uni-Rektor Michael Piper ging gestern Abend ein Traum in Erfüllung. "Dies ist eine Sternstunde für die Universität und für Düsseldorf als Stadt der Wissenschaft", sagt er im großen Saal des Hauses der Universität vor rund 170 geladenen Gästen. Mit ihrem gestern feierlich eröffneten repräsentativen Beratungs-, Begegnungs- und Tagungszentrum ist die Hochschule fünf Jahrzehnte nach ihrer Gründung im Herzen der Stadt angekommen. Oberbürgermeister Dirk Elbers hebt den Standort in unmittelbarer Umgebung des Jahrhundert-Projekts Kö-Bogen und das repräsentative ehemalige Bankhaus aus dem 19. Jahrhundert hervor. "Sie verbinden auf wunderbare Weise Tradition und Zukunft und stärken die internationale Reputation Düsseldorfs als einer der führenden Standorte für Forschung, Lehre und Wissenschaft." Elbers dankt Udo van Meeteren, Stifter, Ehrenbürger und Mäzen, der der Universität das Jugendstil-Gebäude zunächst für 28 Jahre mietfrei zur Verfügung stellt.

Bereits am Nachmittag strömen die ersten Bürger in das auf allen Ebenen aufwendig renovierte Haus. Weiße Wände, heller Eichenboden und dezentes Licht schaffen eine angenehme Atmosphäre. "Bislang hab' ich mir überlegt, ob ich wirklich hinaus nach Wersten fahre, jetzt werde ich öfter zu Vorträgen und Veranstaltungen kommen", sagt Heide Dorfmüller. Von der Einrichtung ist die 75-Jährige begeistert. In den Räumen riecht es noch nach frischer Farbe und gerade verlegtem Teppichboden. Der Stil ist schlicht, aber elegant.

Dass es etwas zu feiern gibt, erfahren Bürger und Passanten spätestens gegen 18 Uhr. Mit Märschen aus "Pomp and Circumstances", dem Radetzky-Marsch und der Ouvertüre aus Bizets "Carmen" lockt das Universitätsorchester die Menschen auf den Schadowplatz.

Kurz vor dem eigentlichen Festakt, der um 20 Uhr beginnt und geladenen Gästen vorbehalten ist, wird die Zukunft der neuen Uni-Repräsentanz auf ein noch festeres Fundament gestellt. Udo und Irmel van Meeteren, OB Dirk Elbers und Gert Kaiser als Präsident der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Heinrich-Heine-Universität initiieren mit ihren Unterschriften die "Stiftung Haus der Universität". Eine Million Euro bringt die Stadt dort ein, 700 000 Euro das Ehepaar van Meeteren, 300 000 Euro die Freunde und Förderer. Mit dem Geld soll die Universität bei Unterhaltung und Betrieb der neuen Repräsentanz unterstützt werden.

Knapp 1100 Quadratmeter Nutzfläche hat das Haus, in dem es neben einer umfassenden Studienberatung auch zahlreiche Veranstaltungen aus dem Studium Universale geben wird. Gestaltet haben es Architekten des Büros HPP unter Leitung von Volker Weuthen. Sie beschenken das Haus mit einer Fassadenbeleuchtung in modernster LED-Technik, die gestern Abend erstmals eingeschaltet wurde. Künftig wird das 1896/97 errichtete Palais in ein Licht gesetzt, das die Gliederung der Fassade hervorhebt.

"Dieses Haus ist die Botschaft der Universität im Herzen unserer Stadt. Es soll ein Stück offener Campus sein", sagt Piper kurz bevor er die Schlüssel an den künftigen Hausherrn Georg Pretzler übergibt.

Quelle: RP
 
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