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Düsseldorf
Uni-Klinik behandelt krebskranken Flüchtling

Düsseldorf. Die Gesellschaft für bedrohte Völker schlug gestern Alarm: In Düsseldorf werde ein 26-jähriger Tschetschene nicht behandelt, obgleich er dringend medizinische Hilfe benötige. Grund: die fehlende Kostenübernahme durch die Stadt Düsseldorf. "Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) teilte am Mittwoch mit, Ärzte des Universitätsklinikums schätzten die Lebenserwartung des 26-jährigen R. Takhaev nur noch als sehr gering ein, wenn er nicht schnell behandelt wird", hieß es in der Mitteilung. Diese Darstellung aber ging etwas weit. Der Mann ist schwer und, wie es aussieht, unheilbar erkrankt. Er ist nach Informationen unserer Redaktion bereits in Russland behandelt und von Bekannten nach Deutschland geholt worden.

Hier versucht man ihm zu helfen. Als die Mitteilung an die Medien geschickt wurde, saß der Flüchtling in der Notaufname der Uni-Klinik. Er war im Klinikum bereits behandelt worden, hatte eine Chemotherapie erhalten. Man hatte sich sogar darum bemüht, die Registrierung des jungen Mannes voranzubringen, denn die ist für die Regelung der Kostenübernahme wichtig. Die Uni-Klinik erklärte gestern, sie behandle den Mann weiterhin und werde die Kostenfrage mit der Stadt klären. Von dort war gestern noch keine Stellungnahme zu erhalten.

(ujr)
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